Das Unternehmen LeoLabs hat einen Vertrag über 20,68 Millionen US-Dollar mit der US Space Force erhalten. Der Auftrag betrifft das mobile Radarsystem „Scout“, das seit April 2025 zum Portfolio des Unternehmens gehört. Die Vereinbarung wurde als Prototype Other Transaction Agreement abgeschlossen, ein beschleunigtes Vergabeverfahren des US-Verteidigungsministeriums.
Technische Merkmale und Einsatz
Scout ist ein transportables Radarsystem in der Größe eines Schiffscontainers. Das System kann weltweit eingesetzt werden, um Objekte im Orbit zu verfolgen. Im Juni 2025 wurde die erste Einheit in der Indo-Pazifik-Region stationiert und begann unmittelbar nach der Inbetriebnahme mit der Beobachtung chinesischer Aufklärungssatelliten und Raumflugzeuge.
Im Rahmen des Vertrags wird LeoLabs ein speziell für militärische Anforderungen modifiziertes Scout-System an das US-Verteidigungsministerium liefern. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk von fest installierten Radaranlagen und verfolgt mehr als 23.000 Objekte im Orbit, darunter auch Weltraumschrott ab einer Größe von 10 Zentimetern.
Strategische Ausrichtung und weitere Entwicklungen
LeoLabs erweitert seit einiger Zeit seine Aktivitäten im Bereich der nationalen Sicherheit. Im Dezember 2024 erhielt das Unternehmen bereits einen Auftrag vom Office of Space Commerce und der Space Force zur Bereitstellung von Bahnverfolgungsdaten für das TraCSS-Programm des Handelsministeriums.
Parallel dazu gab SpaceX bekannt, dass zukünftige Starlink-Starts von Florida ausschließlich mit der Starship-Rakete durchgeführt werden. Die Falcon 9 wird weiterhin von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien aus eingesetzt. Das Unternehmen kündigte außerdem Pläne für einen neuen Startkomplex in Louisiana an, der unter dem Namen „Starbase, Louisiana“ firmiert.
- Quelle: Payload Space