Bild: KI-generiert
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Partielle Mondfinsternis mit 96 Prozent Bedeckung

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober findet eine partielle Mondfinsternis statt, bei der sich 96,3 Prozent der Mondoberfläche im Kernschatten der Erde befinden. Trotz dieser hohen Bedeckung wird das Ereignis nicht als totale Finsternis klassifiziert, da ein schmaler Streifen des nördlichen Mondrandes im direkten Sonnenlicht bleibt.

Besonderheiten der Finsternis

Der Grund für die Einstufung als partielle Finsternis liegt in der geometrischen Ausrichtung. Der Mond durchquert den nördlichen Bereich des Erdschattens (Umbra), ohne ihn vollständig zu bedecken. Zum Zeitpunkt der maximalen Verdunklung um 04:12 UTC bleiben etwa 3,7 Prozent der Mondoberfläche außerhalb des Kernschattens. Dieser sonnenbeschienene Bereich erzeugt einen markanten Kontrast zwischen dem kupferroten, verdunkelten Teil und dem hell leuchtenden Rand.

Fotografen schätzen diese Konstellation, da der Helligkeitsunterschied die rötliche Färbung des verdunkelten Bereichs besonders deutlich hervortreten lässt. Während einer totalen Mondfinsternis erscheint der Mond gleichmäßig rot gefärbt.

Sichtbarkeit und Beobachtung

Das Ereignis ist vor allem auf dem amerikanischen Kontinent gut zu beobachten. Die partiellen Phasen erstrecken sich über insgesamt 3 Stunden und 18 Minuten. Die maximale Verdunklung tritt um 00:12 Uhr Eastern Time ein. Beobachter an der Westküste Nordamerikas sehen den Mond bereits bei seinem Aufgang teilweise verfinstert.

Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen ist keine spezielle Schutzausrüstung erforderlich. Ferngläser können die Beobachtung unterstützen, indem sie den Verlauf des Erdschattens deutlicher hervortreten lassen. Der kreisförmige Schattenwurf auf dem Mond diente bereits in der Antike als Beweis für die Kugelgestalt der Erde.

Die nächste vergleichbar tiefe partielle Mondfinsternis findet erst am 31. Dezember 2028 statt. Eine totale Mondfinsternis ist dagegen häufiger zu beobachten.