LatConnect 60 und Phi Earth verbinden Satellitendaten mit Bodenmessungen

Die australische Erdbeobachtungsfirma LatConnect 60 (LC60) und Phi Earth Technologies haben eine Partnerschaft vereinbart, um Satellitendaten mit Bodenmessungen für Umweltprojekte zu verknüpfen. Ziel ist die Schaffung eines digitalen Zwillings für naturnahe Projekte.

Integration von Raum- und Bodendaten

Die Zusammenarbeit kombiniert die Erdbeobachtungskapazitäten von LC60 mit der digitalen Monitoring-, Berichts- und Verifizierungsplattform (dMRV) von Phi Earth. Bisher existieren Satellitenaufnahmen und Felddaten häufig isoliert, was ihren Nutzen für Projektentwickler, Investoren und Kohlenstoffmärkte begrenzt.

Durch die Verbindung beider Datenquellen entsteht ein kontinuierlicher Feedback-Kreislauf. Satellitendaten werden durch Bodenmessungen validiert, während die Raumbeobachtung operationelle Entscheidungen auf dem Boden unterstützt. Dieser Ansatz soll während des gesamten Projektlebenszyklus anwendbar sein – von der Planung bis zum laufenden Monitoring.

Praktische Anwendungen in Malaysia und Australien

Erste Projekte konzentrieren sich auf Biomasse und regenerative Landwirtschaft in Malaysia und Australien. Untersucht werden unter anderem Napiergras, Süßhirse und Agaven. Die Vielfalt der Kulturen ermöglicht es LC60, seine Erdbeobachtungstechnologie über traditionelle Anwendungen hinaus zu testen.

LC60 plant den Aufbau einer Satellitenkonstellation mit 18 Einheiten bis 2029, die im kurzwelligen Infrarotbereich (SWIR) arbeitet. Die ersten beiden Satelliten sollen im ersten Quartal 2027 starten. Die SWIRSAT-Konstellation wird von der australischen Raumfahrtbehörde und der Regierung von Western Australia unterstützt.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, transparentere und verifizierbare Umweltdaten für regenerative Landwirtschaft, Biomasseprojekte und Kohlenstoffmärkte bereitzustellen. Laut den beteiligten Unternehmen wird digitale Infrastruktur zunehmend genauso wichtig wie die Projekte selbst.