Bild: NASA
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NASA plant Hybrid-Observatorium für direkte Abbildung erdähnlicher Exoplaneten

Ein NASA-geführtes Team entwickelt ein Konzept zur direkten Beobachtung erdähnlicher Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Das sogenannte Hybrid Observatory for Earth-like Exoplanets (HOEE) kombiniert einen orbitalen Sternenschirm mit bodengestützten Großteleskopen.

Technische Umsetzung des Projekts

Der Sternenschirm soll in einer elliptischen Erdumlaufbahn in etwa 175.000 km Entfernung positioniert werden. Als erstes Bodenteleskop ist der Einsatz mit dem Extremely Large Telescope der Europäischen Südsternwarte geplant, das voraussichtlich 2030 in Chile in Betrieb geht.

Das System besteht aus einer zentralen Scheibe mit 50 Metern Durchmesser und 48 Blütenblättern von jeweils 24,5 Metern Länge. Mikrodüsen mit Wasserstoffantrieb ermöglichen eine Positionsgenauigkeit von 6 Metern. Durch die Blockierung des Sternenlichts wird die direkte Abbildung von Exoplaneten im optischen Bereich möglich.

Wissenschaftliche Ziele

HOEE soll Planeten in bis zu 20 Lichtjahren Entfernung untersuchen können. Das System ist darauf ausgelegt, erdgroße Felsplaneten abzubilden und nach chemischen Signaturen von Leben zu suchen. Besonderes Interesse gilt der Detektion von Stickstoff und Sauerstoff in Exoplaneten-Atmosphären.

Die Technologie ermöglicht Beobachtungen, die mit aktuellen Weltraumteleskopen wie dem James Webb oder dem geplanten Roman Space Telescope nicht möglich sind. Erste Nachweise von Exoplaneten sollen bereits innerhalb einer Minute nach Beobachtungsbeginn möglich sein.

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa eine Milliarde US-Dollar. Der Sternenschirm soll als aufblasbare Struktur mit einer Startmasse unter 1.500 kg realisiert werden, um mit Standard-Trägerraketen transportiert werden zu können.

  • Quelle: Nature Astronomy (2026)
  • Originalartikel: Universe Today