Starcloud erhält 250 Millionen US-Dollar für orbitales Rechenzentrum

Das Unternehmen Starcloud hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 250 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Damit erhöht sich das Gesamtkapital der Serie A auf 450 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 2,3 Milliarden US-Dollar. Die Investition wird für die Entwicklung orbitaler Rechenzentren und den Ausbau der Produktionskapazitäten verwendet.

Investoren und technische Herausforderungen

Die Finanzierung wurde von Manhattan West angeführt, einem Investor mit Beteiligungen an SpaceX, Relativity Space und Axiom. Weitere Teilnehmer waren Benchmark, EQT, Soma Capital sowie die Technologieunternehmen NVIDIA und Cisco. Laut CEO Phillip Johnston zeigt die Beteiligung von NVIDIA das Potenzial von Starcloud im orbitalen Computermarkt.

Das Unternehmen plant den Start des orbitalen Rechenzentrums Vera Rubin Space-1 für Ende 2028. Die technischen Herausforderungen umfassen die Entwicklung strahlungsresistenter Chips, die Absicherung der Hardware gegen die Belastungen beim Start sowie die Kühlung der Systeme im Weltraum.

Startkapazitäten und Marktentwicklung

Ein Teil der Finanzierung dient der Sicherung von Startkapazitäten. Starcloud hat beim US-amerikanischen FCC die Genehmigung für den Betrieb von 88.000 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn beantragt. Die Umsetzung dieses Vorhabens würde hunderte Starts erfordern, selbst unter Nutzung der Kapazitäten von SpaceX‘ Starship-Rakete.

Parallel dazu meldeten weitere Raumfahrtunternehmen Finanzierungserfolge. Das japanische Antriebsunternehmen Letara sammelte 16 Millionen US-Dollar für die Entwicklung hybrider Raketentriebwerke. Muon Space sicherte sich 250 Millionen US-Dollar für den Ausbau der Satellitenproduktion.