NASA-Studie: Mondzyklus verstärkt Hochwasser an US-Küsten ab 2030

Eine Studie der NASA prognostiziert erhöhte Flutrisiken für US-Küstenstädte ab Mitte der 2030er Jahre. Grund ist ein regelmäßiger Mondzyklus, der sich mit dem Anstieg des Meeresspiegels überlagert.

Mechanismus des 18,6-Jahre-Mondzyklus

Der Mond erzeugt durch seine Gravitation zwei Gezeitenberge auf der Erde. Deren Höhe schwankt im Rhythmus von 18,6 Jahren, bedingt durch die Neigung der Mondbahn. Aktuell befindet sich der Zyklus in einer Dämpfungsphase, die die Gezeiten abschwächt. Ab Mitte der 2030er Jahre tritt eine Verstärkungsphase ein, die höhere Fluten verursacht.

Der entscheidende Unterschied zu früheren Zyklen: Der Meeresspiegel liegt durch Klimawandelfolgen bereits deutlich höher. Die Kombination aus stärkeren Gezeiten und erhöhtem Basiswasserstand führt zu häufigeren Überschwemmungen ohne äußere Einflüsse wie Stürme.

Prognostizierte Auswirkungen

Laut Ben Hamlington vom NASA Sea Level Change Team werden viele Küstenregionen drei- bis viermal so viele Hochwassertage pro Jahr erleben. Besonders betroffen sind Gebiete mit bereits hohem Grundwasserstand. Die Fluten treten gehäuft in Monatsblöcken auf – statt vereinzelter Ereignisse.

NOAA-Ozeanograph William Sweet warnt vor den kumulativen Effekten: Wiederholte kleinere Überschwemmungen belasten Infrastruktur wie Straßen, Entwässerungssysteme und Gebäudefundamente langfristig. Die Schäden entwickeln sich schleichend, ohne dass einzelne Ereignisse als kritisch wahrgenommen werden.

Regionale Unterschiede ergeben sich durch lokale Gegebenheiten wie Küstenform, Landsenkung und Hafenarchitektur. NOAA-Projektionen zeigen für verschiedene Orte Zuwachsraten der Fluttage zwischen 33% und 125%.

  • Quelle: NASA-Studie zum Mondzyklus und Gezeiten (2021)
  • Quelle: NOAA-Daten zu Nuisance Flooding