Moog Inc. hat eine neue Konfiguration für seinen METEORITE-Satellitenbus entwickelt, die höhere Manövrierfähigkeit und Schubkraft ermöglicht. Das Unternehmen mit Hauptsitz in East Aurora, New York, reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage nach leistungsfähigen Antriebssystemen für anspruchsvolle Raumfahrtmissionen.
Technische Erweiterungen für anspruchsvolle Missionen
Die als „High Delta-V“ bezeichnete Variante des METEORITE-Busses bietet erhöhte Schubkraft und mehr Treibstoffkapazität. Die Konfiguration basiert auf dem bereits im Einsatz bewährten Grundmodell und nutzt strahlungsresistente Komponenten. Durch die Modifikationen können Satelliten größere Bahnänderungen durchführen, häufiger Lagekorrekturen vornehmen oder energieintensive Transfermanöver ausführen.
Das System eignet sich insbesondere für Aufklärungsmissionen (ISR) und Operationen zur Überwachung des Weltraumumfelds. Die Antriebseinheiten werden in der Moog-Produktionsstätte in Niagara Falls gefertigt, wo die Reinraumkapazitäten aktuell um über 80 Prozent erweitert werden. Die Endintegration der Satellitenbusse erfolgt in der Nähe von Denver, wo Dutzende von Raumfahrzeugen pro Jahr zusammengebaut werden können.
Marktnachfrage und Produktionsausbau
Laut Bob McArthur, General Manager von Moog Space Vehicles, verlangen Kunden zunehmend nach leistungsfähigeren Satellitenplattformen. Die Erweiterung der METEORITE-Baureihe ist Teil der Unternehmensstrategie, skalierbare und widerstandsfähige Systeme für das sich schnell entwickelnde Raumfahrtumfeld bereitzustellen.
Mehrere METEORITE-Busse sind bereits im Orbit im Einsatz, vorwiegend für nationale Sicherheitsmissionen. Moog setzt dabei auf Komponenten mit Technologiereifegrad TRL-9, die sich in früheren Missionen bewährt haben. Die Produktionserweiterungen sollen kürzere Lieferzeiten und höhere Stückzahlen ermöglichen.