Ein Transportflugzeug der US Air Force musste seinen Flug zur Antarktis-Station McMurdo abbrechen, nachdem russische Behörden vor potenziell gefährlichen Raumfahrtaktivitäten gewarnt hatten. Der Vorfall ereignete sich am 18. August über dem südlichen Indischen Ozean.
Warnung vor unbekannter Gefahr
Die russische Flugsicherung hatte eine Mitteilung herausgegeben, die vor „Raumfahrtaktivitäten mit potenzieller Gefahr für die Luftfahrt auf dem Weg zur Antarktis“ warnte. Daraufhin kehrte die C-17 Globemaster nach etwa zwei Stunden Flugzeit um. Die genaue Natur der Aktivitäten ist weiterhin unklar.
Bereits am 10. August hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA eine NOTAM-Warnung für den Luftraum über dem südlichen Indischen Ozean und Australien veröffentlicht. Darin wurde auf „russische Raumfahrtaktivitäten“ und „mögliche Trümmer“ in mehreren Bereichen hingewiesen. Die Warnung war zum Zeitpunkt des Vorfalls noch aktiv.
Mögliche Ursachen
Experten sehen mehrere mögliche Erklärungen für die Warnung. In der Vergangenheit führten unkontrollierte Wiedereintritte von Weltraumschrott mehrfach zu Luftraumsperrungen. Beispielsweise hatte der Wiedereintritt einer chinesischen Raketenstufe im November 2022 über Spanien zu Vorsichtsmaßnahmen geführt.
Ein weiterer möglicher Grund wären Waffentests mit hohen Flugbahnen, wie ballistischen Raketen. Allerdings werden solche Tests normalerweise lange im Voraus geplant, was eine frühere Warnung erwarten ließe.
Eine Studie aus dem Januar 2025 wies auf die zunehmende Gefahr durch Weltraumschrott hin. Demnach besteht eine 26-prozentige Wahrscheinlichkeit für unkontrollierte Wiedereintritte in stark frequentierten Lufträumen. Experten fordern mehr Daten, um Risiken besser einschätzen und entsprechende Maßnahmen entwickeln zu können.
- Quelle: Space.com