US-Space-Force plant deutliche Budgetsteigerung für Schlüsselmissionen

Die US-Regierung hat für das Haushaltsjahr 2027 einen deutlichen Anstieg des Budgets für die Space Force vorgeschlagen. Die geplanten Ausgaben von 71,3 Milliarden US-Dollar würden eine Steigerung von 120 Prozent gegenüber 2026 bedeuten. Dies wäre der größte prozentuale Anstieg für eine Teilstreitkraft seit 1952.

Fokus auf ausgewählte Missionen

Laut einer Analyse von Robert Wilson vom Aerospace Corporation konzentriert sich der Budgetanstieg auf vier Hauptbereiche: klassifizierte Programme, bewegliche Zielerkennung, Raketenwarnsysteme sowie Befehls- und Kontrollsysteme. Über drei Viertel der geplanten Mittel sind für diese Bereiche vorgesehen.

Das größte Einzelprogramm ist die luftgestützte Zielerkennung (AMTI) mit 7,9 Milliarden US-Dollar. Das System soll Flugzeuge aus dem Orbit identifizieren und verfolgen können. An zweiter Stelle steht das Space Data Network mit 6,8 Milliarden US-Dollar, ein Netzwerk in niedriger Erdumlaufbahn zur schnellen Datenübertragung.

Verbindung zu Raketenabwehrprogrammen

Ein Teil der geplanten Ausgaben steht im Zusammenhang mit dem Raketenabwehrprogramm Golden Dome. Zwar wurden einige Programme wie AMTI und das Space Data Network formal aus dem Golden-Dome-Budget herausgelöst, sie bleiben jedoch inhaltlich mit der Raketenabwehr verbunden.

Für Raketenwarn- und -verfolgungssysteme sind insgesamt 5 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Davon entfallen 3,6 Milliarden auf ein System in niedriger und 1,4 Milliarden auf ein System in mittlerer Erdumlaufbahn. Diese Ausgaben haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht.

Die vollständige Budgetsteigerung ist jedoch nicht gesichert. Während 59,2 Milliarden US-Dollar als Basishaushalt beantragt wurden, hängen weitere 12,1 Milliarden von der Zustimmung des Kongresses zu einem separaten Finanzpaket ab. Politische Unterstützung für eine deutliche Erhöhung des Space-Force-Budgets scheint jedoch vorhanden zu sein.