Am 10. August 2026 startete eine US-Raumüberwachungsnutzlast an Bord des japanischen Quasi-Zenith-Satelliten QZS-7 vom Tanegashima Space Center in Japan. Der Start erfolgte mit einer japanischen H-3-Trägerrakete. Es handelt sich um den zweiten und letzten Start im Rahmen des QZSS-Hosted-Payload-Programms (QZSS-HP), der ersten bilateralen US-japanischen Kooperation im Bereich der nationalen Sicherheit im Weltraum.
Technische Details und Mission
Die US-Nutzlast wird vom Mission Delta 2 (MD2) des Combat Forces Command betrieben. Die Einheit ist für Raumüberwachungsoperationen zuständig, um Objekte im erdnahen Raum zu identifizieren und zu charakterisieren. Die Nutzlast liefert Echtzeitdaten an das Space Surveillance Network, wodurch das US-Verteidigungsministerium die Lage im geostationären Orbit über der indo-pazifischen Region besser erfassen kann.
Die Nutzlast wurde vom Massachusetts Institute of Technology Lincoln Laboratory (MIT LL) entwickelt und gebaut. Der japanische Satellit QZS-7 stammt von Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) und dient zur Ergänzung des US-GPS-Systems in der Region. Die Steuerung erfolgt über das Multi-Mission Space Operations Center in Colorado.
Strategische Partnerschaft
Das QZSS-HP-Programm basiert auf einer internationalen Vereinbarung zwischen den USA und Japan aus dem Dezember 2020. Es umfasst die Integration, den Start und den Betrieb von zwei US-Nutzlasten auf japanischen Satelliten. Die Zusammenarbeit soll die Raumfahrsicherheit erhöhen und internationales Weltraumrecht stärken.
Laut USSF-Colonel Bryon McClain demonstriert das Programm die Modernisierung der US-japanischen Allianz im Weltraum. Colonel Gina Peterson betonte den Beitrag zur Erkennung und Überwachung von Objekten im tiefen Weltraum. USSF-Brigadegeneral Brian Denaro verwies auf die Bedeutung der Partnerschaft für die Sicherheit im pazifischen Raum.
- Quelle: SatNow