Firefly Aerospace hat den geplanten Erstflug der neuen Alpha Block 2-Rakete auf das vierte Quartal 2026 verschoben. Das Unternehmen bereitet derzeit die Abnahmetests für die Rakete vor, gefolgt von der Auslieferung zur Vandenberg Space Force Base. Dort sollen statische Zündtests und die Integration der Nutzlast erfolgen, bevor der Start durchgeführt wird.
Technische Weiterentwicklungen der Alpha-Rakete
Die Alpha Block 2 stellt eine überarbeitete Version der bisherigen Rakete dar. Die Modifikationen wurden nach einer Anomalie während des Fluges Alpha Flight 6 am 29. April 2025 notwendig. Untersuchungen ergaben, dass eine verstärkte thermische Schutzschicht am Booster erforderlich ist. Weitere Änderungen umfassen:
- Vergrößerung der Rakete um sieben Fuß für größere Flüssigsauerstofftanks
- Eigenproduktion von Batterien und Avionik
- Verstärkte Kohlefaserstrukturen
Die Produktion der Raketen für die Flüge 10 und 11 läuft bereits. Firefly gab an, den Großteil der Startkapazitäten für 2027 bereits verkauft zu haben. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt.
Parallelentwicklung der Eclipse-Rakete
Neben der Alpha arbeitet Firefly gemeinsam mit Northrop Grumman an der mittelschweren Eclipse-Rakete. Deren Erstflug ist für 2027 geplant. Der Miranda-Triebwerkstest verlief erfolgreich, einschließlich eines 226-sekündigen Dauerlaufs. Die Triebwerkshalterung für die sieben Miranda-Triebwerke der ersten Stufe befindet sich derzeit im Zusammenbau.
Die erste Stufe der Eclipse wird auch in der Antares 330-Rakete zum Einsatz kommen, die Cygnus-Raumfrachter zur Internationalen Raumstation transportieren soll. Firefly konzentriert sich auf die Lieferung dieser Stufe an Northrop Grumman.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im zweiten Quartal 2026 um 25,8 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Grund sind unter anderem die Produktionssteigerung für die Alpha Block 2 und andere Entwicklungsprojekte.
Firefly erweitert seine Startinfrastruktur und plant ab 2028 Starts vom Esrange Space Center in Schweden. Zudem wurde ein weiterer Auftrag für Hyperschalltests von einem nicht genannten Kunden erhalten.
- Quelle: Spaceflight Now