SpaceX steht kurz vor dem Abschluss eines Vertrags mit dem US-Bundesstaat Louisiana über den Erwerb von rund 130.000 Hektar Marschland an der Nordküste des Golfs von Mexiko. Die Vereinbarung soll noch im August von Gouverneur Jeff Landry bekannt gegeben werden. Das Gelände liegt etwa 18 Meilen südwestlich von Lafayette und ist unter dem Namen Pecan Island bekannt.
Hintergrund des Grundstückserwerbs
Das Areal wurde im Rahmen eines Rechtsstreits freigegeben, bei dem ExxonMobil für Umweltverschmutzung und Küstenerosion verantwortlich gemacht wurde. Der genaue Kaufpreis und weitere Details der Vereinbarung wurden bisher nicht öffentlich bekannt gegeben. Sowohl SpaceX als auch Vertreter Louisianas haben sich bislang nicht offiziell zu dem Deal geäußert.
Bereits im Mai hatte SpaceX auf Spekulationen über den Standort in Louisiana reagiert und erklärt, dass das Unternehmen für die geplanten zahlreichen Starts des Starship-Systems nach geeigneten Standorten sowohl in den USA als auch international suche. Die Gesetzgebung in Louisiana hatte zuvor ein Paket von Anreizen für Luft- und Raumfahrtunternehmen verabschiedet, darunter Haftungsbeschränkungen und Steuervergünstigungen.
Geplante Nutzung und Umweltaspekte
Die Vereinbarung zwischen SpaceX und Louisiana sieht Maßnahmen zur Küstenrestaurierung und zum Schutz des sensiblen Marschlandes vor. Diese Gebiete sind nicht nur wichtig für die Tierwelt, sondern dienen auch als natürlicher Schutz gegen Hurrikans, die regelmäßig die Region treffen.
Der Standort in Louisiana könnte Teil der Strategie von SpaceX sein, die Startkapazitäten für das Starship-System deutlich zu erhöhen. Das Unternehmen plant, tausende Starts pro Jahr durchzuführen, unter anderem für den Aufbau eines umfangreichen Satellitennetzwerks im Orbit. Entlang der Golfküste und des südlichen Atlantiks gibt es nur begrenzte Flächen für solche Vorhaben, was die Bedeutung des Erwerbs unterstreicht.