Die US Space Force hat dem Unternehmen K2 Space einen Auftrag über 22,9 Millionen Dollar erteilt. Ziel ist die Demonstration von Laserterminals zur Datenübertragung zwischen Satelliten. Die Vertragsbekanntgabe erfolgte am 31. Juli 2024.
Technische Umsetzung des Projekts
K2 Space wird zwei Enterprise Space Terminals beschaffen, integrieren, starten und betreiben. Jedes Terminal wird als Hosted Payload auf einem separaten K2-Satelliten untergebracht. Hosted Payloads nutzen die Infrastruktur des Wirtssatelliten für Stromversorgung, Temperaturkontrolle und andere Systeme. Das kalifornische Unternehmen ist für die Integration der Terminals mit seinen Satellitenbussen verantwortlich. Die Demonstration soll bis 2028 abgeschlossen sein.
Die Space Force hat nicht bekannt gegeben, welche Hersteller die Laserterminals liefern werden. Drei Unternehmen – CACI International, General Atomics und Viasat – wurden bereits als Phase-3-Lieferanten für das Enterprise Space Terminal-Programm ausgewählt. Dieses Programm mit einem Volumen von etwa 100 Millionen Dollar zielt auf die Entwicklung und Bewertung optischer Kommunikationshardware ab.
Militärische Anwendungen der Technologie
Optische Kommunikationssysteme nutzen Laserstrahlen zur Datenübertragung zwischen Satelliten. Diese Technologie erfordert präzise Ausrichtung, besonders bei großen Entfernungen und relativer Bewegung der Raumfahrzeuge. Für das US-Militär gewinnt diese Fähigkeit an Bedeutung, da es Sensornetzwerke in verschiedenen Erdumlaufbahnen aufbaut.
Die Demonstration wird durch das Space-Based Sensing and Targeting Portfolio finanziert. Diese Organisation der Space Force ist für Programme wie das Space-Based Airborne Moving Target Indicator verantwortlich, das der Verfolgung von Flugzeugen aus dem Orbit dient. Zudem betreut sie Teile des Space Data Network, einer geplanten optischen Kommunikationsarchitektur für militärische Daten.
K2 Space wurde über das FreeSol Broad Agency Announcement ausgewählt, ein Beschaffungsinstrument der Space Force für kommerzielle Technologien. Zuvor hatte das Unternehmen bereits einen Auftrag im Rahmen des OPIR SMI-Programms erhalten, das Technologien für raumgestützte Raketenfrühwarnsysteme entwickelt.
- Quelle: SpaceNews