Erfolgreicher Start der FireSat-Satelliten
Am 7. Juli 2026 wurden die ersten drei operativen Satelliten des Google-unterstützten FireSat-Programms erfolgreich in die Umlaufbahn gebracht. Der Start erfolgte mit einer SpaceX Falcon 9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Die Mikrosatelliten sind Teil des FireSat-Programms, das von der gemeinnützigen Organisation Earth Fire Alliance verwaltet wird. Nach einer dreimonatigen Testphase werden die Satelliten aktiv Daten an Feuerwehrbehörden liefern und dabei jede feuergefährdete Region auf der Erde mindestens zweimal täglich abdecken.
FireSat ist die erste Satellitenkonstellation, die speziell für die Erkennung von Waldbränden entwickelt wurde. Die Satelliten können auch kleinere Feuer erkennen, die von anderen Satelliten möglicherweise übersehen werden. Die Satelliten wurden von dem kalifornischen Hersteller Muon Space entwickelt und haben über 15 Millionen US-Dollar von Google für die erste Einsatzphase erhalten. Weitere finanzielle Unterstützung kam vom Bezos Earth Fund, der 26 Millionen US-Dollar bereitstellte.
Technische Fähigkeiten und zukünftige Pläne
Jeder Satellit ist mit multispektraler Bildgebung ausgestattet, die durch Rauch und Wolken hindurchsehen und Feuer von nur fünf mal fünf Metern Größe erkennen kann. Diese Fähigkeit wurde bereits durch den FireSat Protoflight-Satelliten nachgewiesen, der im März 2025 gestartet war und mehr als eine Million Bilder sammelte. Der Protoflight-Satellit konnte auch Brände mit geringer Intensität erkennen, die für bestehende Satelliten unsichtbar waren.
Zu den „Early Adopter“-Organisationen, die die FireSat-Daten bereits in diesem Jahr nutzen werden, gehören Feuerwehrbehörden in Kalifornien, Colorado, Australien und Portugal. Mit dem Start weiterer Satelliten soll das FireSat-Programm bis 2029 stündlich aktuelle Bilder aus jeder Region der Welt liefern. Sobald die vollständige Konstellation von mehr als 50 Satelliten in den frühen 2030er Jahren gestartet ist, sollen solche Bilder alle 20 Minuten verfügbar sein.
- Quelle: Ars Technica
