Neuer Startplatz in Alaska geplant
Rocket Lab wird einen neuen Startplatz in Alaska einrichten, basierend auf einem Vertrag mit der U.S. Space Force über 266 Millionen US-Dollar. Der Auftrag umfasst bis zu 18 suborbitale Missionen und soll die Kapazitäten für Waffentests des Pentagon erweitern. Der Vertrag wurde vom Rocket Systems Launch Program des Space Systems Command vergeben und deckt zunächst 12 Starts ab, mit Optionen für sechs weitere Missionen. Der erste Start ist frühestens Ende 2026 geplant.
Der neue Startplatz wird am Pacific Spaceport Complex auf Kodiak Island in Alaska entstehen. Dies wird der vierte Startplatz von Rocket Lab neben den bestehenden Standorten in Neuseeland und Virginia. Der Auftrag unterstreicht die wachsende Rolle des Unternehmens im Bereich nationaler Sicherheitsstarts, zusätzlich zu seinem kommerziellen Geschäft mit kleinen Satelliten.
Erweiterung der militärischen Testkapazitäten
Rocket Lab hat seine suborbitale Rakete HASTE, eine Variante der Electron-Rakete, zunehmend als Plattform für Hyperschall- und Raketenabwehrtests positioniert. In den letzten Jahren hat das Unternehmen bereits mehrere Missionen für das Pentagon durchgeführt. Der neue Vertrag kommt zu einer Zeit, in der das Pentagon die Geschwindigkeit von Hyperschallflugtests und die Entwicklung von Raketenabwehrsystemen erhöhen möchte. Bisherige Fortschritte wurden durch begrenzte Testinfrastruktur behindert.
Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab, betonte, dass der Vertrag die Nachfrage des Militärs nach häufigeren Startmöglichkeiten widerspiegelt, um Raketenabwehrprogramme zu unterstützen. Die Missionen werden hauptsächlich vom Pacific Spaceport Complex in Alaska aus durchgeführt, einem Standort, der seit 1998 fast drei Dutzend Missionen, meist suborbitale Flüge für das US-Militär, unterstützt hat.