Am Samstag startete eine SpaceX Falcon 9 Rakete von der Westküste der USA mit einer weiteren Ladung Satelliten für den Starlink-Internetservice des Unternehmens. Der Start erfolgte um 8:51 Uhr PDT (15:51 UTC) von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Die Rakete flog auf einer südlichen Flugbahn vom Space Launch Complex 4E und zielte auf eine Umlaufbahn mit 97 Grad Neigung.
Booster-Landung und Satellitenauswurf
Die erste Stufe der Falcon 9, die zum achten Mal flog, landete auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ im Pazifik, etwa 380 Meilen vom Startort entfernt. Der Booster mit der Bezeichnung B1100 wurde zuvor für die NROL-105-Mission der US-Regierung und sechs Starlink-Missionen eingesetzt. SpaceX bestätigte den erfolgreichen Auswurf der 24 Starlink V2 Mini-Satelliten in eine 168 x 160 Meilen hohe Umlaufbahn etwa eine Stunde nach dem Start.
Die Mission Starlink 17-51 war der siebte von acht geplanten Falcon-9-Starts im Juli von Vandenberg aus. Die Westküsten-Startanlage hat sich in den letzten Monaten zur wichtigsten Startbasis von SpaceX entwickelt, während das Unternehmen in Florida Vorbereitungen für Starship-Missionen trifft. Zum Vergleich: Von der Space Launch Complex 40 in Cape Canaveral wurden im Juli bisher vier Falcon-9-Missionen durchgeführt, eine weitere ist geplant.
Startabbruch und erfolgreicher Folgestart
Ein weiterer Startversuch am 20. Juli musste nach der Zündung der Triebwerke abgebrochen werden. Telemetriedaten zeigten, dass alle neun Merlin-Triebwerke kurz zündeten, dann aber abschalteten. SpaceX gab bekannt, dass Rakete und Nutzlast sicher blieben, und versuchte den Start am folgenden Tag erneut.
Am 21. Juli startete die Falcon 9 erfolgreich um 7:49 Uhr PDT (14:49 UTC) mit 24 Starlink V2 Mini-Satelliten. Die erste Stufe B1082 absolvierte ihren 23. Flug und landete etwa acht Minuten nach dem Start auf dem Drohnenschiff. Dies war die 212. Landung auf diesem Schiff und die 640. Booster-Landung insgesamt. Die Mission Starlink 17-39 war der 85. Falcon-9-Start des Jahres, davon 67 für das Starlink-Netzwerk, das mittlerweile über 10.800 Satelliten umfasst.