Ein US-russisches Raumfahrerteam ist am frühen Sonntagmorgen (26. Juli) von der Internationalen Raumstation (ISS) zur Erde zurückgekehrt, nachdem es 241 Tage im Orbit verbracht hatte.
Landung in Kasachstan
Das Sojus-Raumschiff MS-28 mit NASA-Astronaut Chris Williams sowie den Roskosmos-Kosmonauten Sergej Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev dockte um 3:03 Uhr EDT (0703 GMT) von der ISS ab. Die Landung erfolgte 3 Stunden und 24 Minuten später um 6:27 Uhr EDT (1027 GMT) in der kasachischen Steppe.
Die Rückkehrprozedur begann bereits am Samstag mit einer Kommandowechsel-Zeremonie an Bord der ISS. Kud-Sverchkov übergab die Stationsleitung an NASA-Astronautin Jessica Meir. Dies markierte den Übergang von ISS-Expedition 74 zu Expedition 75.
Mission im Überblick
Die Sojus MS-28 startete am 27. November zur ISS. Für Williams und Mikaev war es der erste Raumflug, während Kud-Sverchkov bereits seinen zweiten absolvierte. Insgesamt verbrachte Kud-Sverchkov 426 Tage und 9 Minuten im All.
Während der Mission umkreiste das Trio die Erde 3.856 Mal und legte eine Distanz von über 102 Millionen Meilen (164 Millionen Kilometer) zurück. Nach der Landung wurden die Raumfahrer per Helikopter nach Karaganda, Kasachstan, gebracht. Williams kehrte anschließend zum Johnson Space Center der NASA in Houston zurück, die Kosmonauten nach Star City in Russland.
Zukünftige ISS-Mission mit NASA-Astronautin Deniz Burnham
Die NASA hat Astronautin Deniz Burnham für ihre erste ISS-Mission als Mitglied von Expedition 76 nominiert. Der Start ist für März 2027 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan geplant. Burnham wird gemeinsam mit den Roskosmos-Kosmonauten Dmitri Petelin und Konstantin Borisov etwa sieben Monate auf der ISS verbringen.
Burnham wurde 2021 als NASA-Astronautin ausgewählt und schloss 2024 die Ausbildung ab. Die ehemalige Ingenieurin in der Energiebranche verfügt über Erfahrung in Bohrbetrieben und ist lizenzierte Privatpilotin.
