US Space Force demonstriert Satellitenmanöver im Orbit

Ein aktuelles Militärmanöver in etwa 600 Kilometern Höhe hat erstmals in nicht klassifiziertem Rahmen gezeigt, wie Satelliten in Zukunft Konfliktsituationen ausweichen oder verfolgen könnten. Dies gab das beteiligte Unternehmen True Anomaly am Mittwoch bekannt.

Satellitenmanöver im All

Die Mission Victus Haze des US Space Force setzte zwei Satelliten ein: True Anomalys Panther und Rocket Labs Puma. Panther basiert auf True Anomalys eigener Plattform, während Puma auf Rocket Labs Pioneer-Satellitenbus aufbaut. Beide Satelliten haben etwa die Größe einer Kühlschrank-Gefrierkombination.

Evan Rogers, Mitgründer und CEO von True Anomaly, bezeichnete die Manöver als Höhepunkt der vierjährigen Entwicklungsarbeit. Die Mission ist Teil einer Reihe von „responsiven“ Space-Force-Einsätzen, die schnelle Satellitenstarts und -operationen als Reaktion auf Bedrohungsszenarien demonstrieren sollen.

Ablauf der Victus-Haze-Mission

Das Szenario begann im Mai mit dem Start von True Anomalys Jackal-Satellit, der zunächst die Rolle eines gegnerischen Satelliten übernahm. Rocket Labs Puma-Satellit stand währenddessen einsatzbereit in Lagerung. Die Space Force forderte den Start von Puma am 18. Juni an. Innerhalb von 17 Stunden brachte eine Electron-Rakete den Satelliten vom neuseeländischen Startplatz aus ins All.

38 Stunden nach dem Start führte Puma sein erstes Bahnmanöver durch und übertraf damit die Space-Force-Vorgabe von 72 Stunden. Die Mission zeigt damit die Fähigkeit, Satelliten kurzfristig zu starten und schnell operationell einzusetzen.