Ein pakistanischer Astronaut wird Teil der Besatzung von Chinas Shenzhou-24-Raumfahrtmission und damit der erste Ausländer auf der chinesischen Raumstation. Dies berichteten staatliche Medien am Samstag. Die Mission stellt einen Meilenstein in der Geschichte des bemannten Raumfahrtprogramms Chinas dar, da es sich um den ersten gemeinsamen Flug chinesischer und ausländischer Astronauten handelt.
Details zur Mission
Der pakistanische Astronaut wird einen kurzen Aufenthalt im Orbit absolvieren und anschließend mit der Shenzhou-23-Kapsel zur Erde zurückkehren. Ein genaues Startdatum wurde bisher nicht bekannt gegeben. Die Mission ist Teil einer Vereinbarung, die China und Pakistan im Februar 2025 unterzeichnet haben. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Bereich der Raumfahrt wird damit weiter vertieft.
Bereits Anfang dieses Jahres begannen zwei pakistanische Kandidaten, Muhammad Zeeshan Ali und Khurram Daud, ihre Ausbildung gemeinsam mit chinesischen Astronauten. Einer von ihnen wurde als Nutzlastspezialist für eine kurzfristige Raumfahrtmission ausgewählt. Die Ausbildung umfasste neben praktischen Fähigkeiten auch intensiven Chinesischunterricht, um die Kommunikation während der Mission sicherzustellen.
Chinas Raumfahrtambitionen
Die bevorstehende Mission ist Teil von Chinas langfristigen Plänen in der Raumfahrt. Das Land bereitet sich auf seine erste bemannte Mondlandung bis 2030 vor. Die USA gelten als Hauptkonkurrent Chinas in der Raumfahrt, wobei die NASA plant, bis 2028 Astronauten auf dem Mond zu landen. Die Zusammenarbeit mit Pakistan unterstreicht Chinas Bestreben, internationale Partnerschaften in der Raumfahrt auszubauen.
Die chinesische Raumstation ist ein zentrales Element der Raumfahrtstrategie des Landes. Mit der Integration ausländischer Astronauten demonstriert China seine Offenheit für internationale Kooperationen in diesem Bereich. Die Mission von Shenzhou 24 wird voraussichtlich weitere ähnliche Projekte nach sich ziehen und die globale Zusammenarbeit in der Raumfahrt fördern.
- Quelle: phys.org