Das Unternehmen Orbital Matter hat eine Partnerschaft mit EnduroSat für eine Mission im Jahr 2028 angekündigt. Ziel ist der Einsatz eines 5 kW-Solararrays, dessen Struktur direkt im Orbit mittels 3D-Druck gefertigt wird. Die Technologie soll große Strukturen im Weltraum ermöglichen, ohne auf faltbare Designs angewiesen zu sein.
Technologie-Demonstration
Die Ankündigung folgt auf den zweiten Testflug von Orbital Matter mit der Mission „Replicator 2“. Bei diesem Test konnte das Unternehmen erstmals Strukturen im Vakuum des Weltraums drucken. Nach anfänglichen Problemen mit Materiallücken zwischen den Schichten gelang nach Firmware-Updates der Druck eines 32,5 cm langen Trägerelements. An diesem wurde anschließend ein Solararray teilweise entfaltet.
Für die 2028 geplante Mission sollen die Druckkapazitäten deutlich erweitert werden. Geplant ist die Fertigung von Trägerstrukturen für ein 5 Meter langes Solararray mit 5 kW Leistung. Die Technologie richtet sich insbesondere an Betreiber von Orbital-Rechenzentren, die hohe Energiemengen im Weltraum benötigen.
Zukünftige Anwendungen
Langfristig plant Orbital Matter den Einsatz der 3D-Drucktechnologie für verschiedene Großstrukturen im All. Dazu gehören Infrastrukturen für Mond- und Marsmissionen. Das Unternehmen arbeitet aktuell an der Erweiterung seines Teams und einer neuen Produktionsstätte für weitere Drucker.
Parallel zur Entwicklung der Orbit-Fertigungstechnologie meldete Starfish Space den Verlust seines Raumfahrzeugs Otter 24C. Die Sonde war Teil einer 15-Millionen-Dollar-Mission der NASA zur Inspektion von Weltraumschrott. Der Kontakt brach einen Monat nach dem Start ab.
- Quelle: Payload Space