OHB erhält 554-Millionen-Euro-Auftrag für neuen Copernicus-Satelliten Sentinel-3 Next Generation Topography

Die OHB System AG, eine Tochter des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit der Entwicklung der nächsten Generation der Sentinel-3-Mission beauftragt. Der Vertrag hat ein Volumen von 554 Millionen Euro und beinhaltet eine Option für einen zweiten Satelliten. Die Mission ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

Technologische Weiterentwicklung der Erdbeobachtung

Sentinel-3 Next Generation Topography (S3-NGT) wird die Nachfolgemission der aktuellen Sentinel-3-Satelliten. Während die beiden derzeitigen Satelliten alle Instrumente an Bord tragen, werden bei der neuen Generation die optischen Instrumente und die Radaraltimeter auf separate Missionen verteilt. Dies ermöglicht eine verbesserte Leistungsfähigkeit.

Die beiden neuen S3-NGT-Satelliten werden mit modernen Altimetern ausgestattet sein. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen bieten sie eine bessere Abdeckung, kürzere Wiederholungszeiten und präzisere Messungen der Meereshöhe. Die Mission soll wertvolle Daten über Ozeandynamiken, Veränderungen in eisbedeckten Regionen und die Auswirkungen des Klimawandels liefern.

Beitrag zur Klimaforschung und Umweltüberwachung

Die Mission wird in einem sonnensynchronen Orbit operieren. Sie baut auf den Erfahrungen aus über vier Jahrzehnten europäischer Altimetriemissionen auf. Die gewonnenen Daten sollen das Verständnis der Ozeane, der Eisdynamik und der Klimaveränderungen vertiefen.

Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Es liefert kontinuierliche Daten über den Zustand der Erde, der Atmosphäre und der Ozeane. Diese Informationen unterstützen politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Unternehmen bei Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz.