Prototyp für sichere Mondlandungen erfolgreich getestet

Forscher der University of Alabama in Huntsville haben einen Prototyp für eine Landeplattform entwickelt, die zukünftige Mondmissionen sicherer machen soll. Das System soll die Auswirkungen von Raketenabgasen während der Landung reduzieren.

Herausforderungen bei Mondlandungen

Die fehlende Atmosphäre auf dem Mond führt dazu, dass Raketenabgase ungehindert auf die Oberfläche treffen. Dies kann hohe Geschwindigkeiten von Staub und Trümmern verursachen, die Landegeräte und Infrastruktur beschädigen können. Da die NASA eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond plant, werden Lösungen für sichere Landungen benötigt.

Das Forschungsteam unter Leitung von Dr. Judy Schneider entwickelte eine modulare Plattform mit integrierten Ventilen. Diese soll die Raketenabgase umleiten, anstatt sie vollständig zu absorbieren. Im Gegensatz zu Systemen auf der Erde, die wassergekühlte Flammenschutzvorrichtungen nutzen, muss die Mondlösung ohne große Wassermengen auskommen.

Testphase und Ergebnisse

Die Wissenschaftler führten drei Raketentests mit einem 3,7 Meter großen Prototypen durch. Die Plattform bestand aus Beton, der als Ersatz für mögliche zukünftige Baumaterialien vom Mond diente. Sensoren zeigten, dass das Ventilsystem die Abgase erfolgreich umleitete und die Struktur vor Hitzeschäden schützte.

Das modulare Design ermöglicht den Transport und Zusammenbau vor Ort. Langfristig könnten die Komponenten aus Mondgestein hergestellt werden, was den Aufbau von Infrastruktur vereinfachen würde. Aktuell arbeiten die Forscher an einem 6,1 Meter großen Prototyp für weitere Tests beim Marshall Space Flight Center der NASA.

Das Projekt bietet Studierenden praktische Erfahrungen in der Raumfahrttechnik. Beteiligt sind Master- und Bachelorstudierende der Maschinenbau- und Bauingenieurwissenschaften.

  • Quelle: University of Alabama in Huntsville via Phys.org