Das Venture-Capital-Unternehmen Seraphim Space hat die Gründung der Seraphim Academy bekannt gegeben. Das Programm richtet sich an junge Raumfahrt-Startups und bietet Kurse in den Bereichen Fundraising, Skalierung und Betrieb. Teilnehmende Unternehmen erhalten bis zu ein Jahr Unterstützung sowie eine Investition von 150.000 US-Dollar.
Ziele und Inhalte der Seraphim Academy
Die Seraphim Academy soll das bisherige Startup-Accelerator-Programm des Unternehmens ablösen, das zwischen 2018 und 2025 lief. Laut Alexander Holt, Managing Director bei Seraphim, war die fehlende finanzielle Unterstützung ein Manko des bisherigen Angebots. Die Akademie soll nun als neuer Zugangspunkt zu Seraphims Investitionsnetzwerk dienen, das bereits zahlreiche Unternehmen von der Frühphasenfinanzierung bis zu Wachstumsinvestitionen begleitet hat.
Neben der finanziellen Unterstützung bietet die Akademie Mentoring für Startups, um deren Präsentationen zu verbessern und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Teilnehmer erhalten zudem Zugang zu Seraphims Netzwerk aus Investoren, Unternehmenspartnern und internationalen Organisationen, um das frühe Wachstum zu fördern.
Auswahlkriterien und bisherige Erfolge
Seraphim hat in den letzten zehn Jahren in über 150 Unternehmen investiert, darunter elf sogenannte Unicorns und sechs Börsengänge. Die Auswahlkriterien für die Teilnahme an der Akademie bleiben weitgehend unverändert: Es wird geprüft, ob ein Milliarden-Dollar-Markt existiert, ob das Team über ausreichende Erfahrung verfügt und ob die Technologie das Potenzial hat, das Unternehmen durch verschiedene Wachstumsphasen zu führen.
Ein Beispiel für ein Startup, das von Seraphim unterstützt wird, ist Rendezvous Robotics. Das Unternehmen entwickelt Technologien, die es zukünftigen Satelliten ermöglichen sollen, in Einzelteilen gestartet zu werden, die sich im Weltraum selbst zusammensetzen. Rendezvous Robotics hat kürzlich 20 Millionen US-Dollar an frischem Kapital erhalten, um eine Demonstration im Weltraum vorzubereiten, die frühestens im April 2028 starten soll.
Ein weiteres Beispiel ist MP Space, dessen Batterien kürzlich erstmals mit einem nicht genannten Kunden auf der SpaceX-Mission Bandwagon-5 gestartet sind. Das Unternehmen hat bereits Aufträge für die Unterstützung von über 500 Raumfahrzeugen.