NASA fördert 19 neue Bürgerwissenschaftsprojekte

Die NASA hat 2026 neunzehn neue Vorschläge für Bürgerwissenschaftsprojekte ausgewählt. Diese Initiativen ermöglichen Laien, an aktueller Weltraumforschung mitzuwirken. Die Projekte decken verschiedene Disziplinen ab, darunter Astrophysik und Heliophysik.

Astrophysik-Projekte

Im Bereich Astrophysik werden vier Projekte gefördert. „The Rogue Worlds Project“ unter Leitung von Jacqueline Faherty vom American Museum of Natural History sucht nach frei fliegenden Planeten und Braunen Zwergen in jungen Sternhaufen. Dazu werden Daten der SPHEREx-Mission ausgewertet, die den Himmel im nahen Infrarotbereich kartiert.

Kameswara Bharadwaj Mantha von der University of Missouri untersucht mit Freiwilligen Galaxienverschmelzungen. Teilnehmer klassifizieren simulierte Galaxienbilder, um die statistische Häufigkeit und dynamische Entwicklung solcher Ereignisse zu erforschen.

Benne Holwerda von der University of Louisville leitet „Overlap Zoo“, wo seltene überlappende Galaxienpaare identifiziert werden. Diese Konstellationen ermöglichen die Messung von Staubmengen in Galaxien.

Bernard Gaudi von der Ohio State University nutzt Daten des Nancy Grace Roman Space Telescope für die Suche nach Exoplaneten. Freiwillige analysieren Lichtkrümmungseffekte, die durch die Gravitation von Planeten verursacht werden.

Heliophysik-Initiativen

Fünf Projekte befassen sich mit Heliophysik. Hyunju Connor vom Goddard Space Flight Center plant ein Netzwerk preiswerter Magnetometer in Alaska. Diese messen Störungen des Erdmagnetfelds durch den Sonnenwind.

Lauren Blum von der University of Colorado wandelt Plasmawellen-Daten in hörbare Signale um. Teilnehmer identifizieren charakteristische Wellenformen im Erdmagnetfeld.

Wenli Mo von der Johns Hopkins University erforscht „Foreshock Transients“ mit Daten der MMS-Mission. Diese Phänomene spielen eine wichtige, aber wenig verstandene Rolle bei Weltraumwetterereignissen.

Muhammad Fraz Bashir von der University of California vergleicht Satellitenmessungen energiereicher Teilchen mit bodengestützten Aufzeichnungen elektromagnetischer Wellen. Ziel ist ein besseres Verständnis von GPS-Störungen und Strahlungsrisiken.

Die ausgewählten Projekte sind Teil des Citizen Science Seed Funding Program (CSSFP-25) der NASA. Dieses Programm unterstützt Wissenschaftler bei der Entwicklung von Bürgerwissenschaftsinitiativen und fördert die methodische Integration von Laien in Forschungsprozesse.

  • Quelle: NASA Science Mission Directorate
  • Quelle: Citizen Science Seed Funding Program