Bild: NASA
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Perseverance-Messungen liefern Daten für Schutz vor Marsstaub

Der NASA-Rover Perseverance hat über 1.645 Marstage hinweg detaillierte Messungen von Staubpartikeln auf der Marsoberfläche durchgeführt. Die Daten betreffen insbesondere feine und ultrafeine Partikel, die an Materialproben von Raumanzügen haften blieben. Die Ergebnisse werden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Staubpartikel-Größen und ihre Auswirkungen

Das Instrument PIXL an Bord von Perseverance konnte zwei Kategorien besonders kleiner Partikel nachweisen: Feinstaub unter 2,5 Mikrometern und ultrafeine Partikel von etwa 100 Nanometern. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 70 Mikrometer dick. Die gemessenen Partikelgrößen reichen damit in Bereiche, die für die menschliche Gesundheit relevant sind, da sie in die Lunge und Blutbahn eindringen können.

Die Verteilung der Partikelgrößen variierte je nach Material der getesteten Proben. Auf Teflon- und Vectran-Proben, die in Raumanzügen verwendet werden, lag die durchschnittliche Partikelgröße bei etwa 2 Mikrometern. Basaltglas und weitere Teflon-Proben zeigten Partikel bis hinab zu 100-300 Nanometern.

Materialtests und zukünftige Anwendungen

Perseverance führt fünf Materialproben mit, darunter Teflon und Vectran, die in Raumanzügen zum Einsatz kommen. Diese Proben mit einer Größe von je 20 Quadratmillimetern dienen ursprünglich der Kalibrierung der Instrumente SHERLOC und PIXL. Die Staubmessungen liefern nun zusätzliche Erkenntnisse über das Haftverhalten von Marsstaub auf verschiedenen Materialien.

Statische Aufladung beeinflusst, welche Partikelgrößen an welchen Materialien haften bleiben. Organische Polymere wie Teflon sammeln besonders leicht feinen Staub. Andere Materialien zeigen geringere Staubanhaftung, was für zukünftige Materialauswahl bei Raumanzügen und Habitaten relevant ist.

Die chemische Zusammensetzung des Staubs entspricht früheren Messungen: Eisen- und schwefelreich mit Anreicherungen von Phosphor und Kalziumsulfat. Diese Daten fließen in die Planung von Schutzmaßnahmen für zukünftige bemannte Marsmissionen ein, einschließlich Designüberlegungen für Raumanzüge und Luftschleusensysteme.

  • Quelle: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS
  • Quelle: Proceedings of the National Academy of Sciences