Die US Space Force strebt den Betrieb eines neuen Weltraumbahnhofs innerhalb der nächsten vier Jahre an. Ziel ist die Entlastung der bestehenden Startanlagen in Florida und Kalifornien, die seit fast 70 Jahren für Raketenstarts genutzt werden. Die Planungen befinden sich jedoch noch in einem frühen Stadium.
Zeitplan und Herausforderungen
Laut Lieutenant General Philip Garrant von Space Systems Command soll der neue Standort bis 2030 einsatzbereit sein. Die Umsetzung dieses Zeitplans gestaltet sich jedoch komplex. Faktoren wie Sicherheitsanforderungen, Zugang zu benötigten Ressourcen und die Nähe zu Wohngebieten müssen berücksichtigt werden. Garrant bezeichnete den Zeitplan als „aspirational“ und verwies auf die besonderen Anforderungen eines Raumfahrtbahnhofs im Vergleich zu Flughäfen.
Politische Unterstützung und Standortsuche
Air Force Secretary Troy Meink hatte die Suche nach einem dritten Startplatz bereits im Mai 2023 erwähnt. Eine vom US-Kongress in Auftrag gegebene Studie bestätigte die Notwendigkeit zusätzlicher Kapazitäten für schwere und superschwere Raketen. Die Trump-Administration hatte im August 2023 eine Richtlinie veröffentlicht, die den Ausbau von Start- und Landeplätzen für militärische und kommerzielle Missionen befürwortet. Konkrete Entscheidungen über Standort oder Landbeschaffung liegen bisher nicht vor.