Die vierköpfige Crew der CHAPEA-Mission 2 hat ein Jahr in einem simulierten Mars-Habitat am Johnson Space Center der NASA in Houston verbracht. Die Mission begann am 19. Oktober 2025 und endete am 31. Oktober 2026. Die Teilnehmer lebten und arbeiteten unter Bedingungen, die einem Aufenthalt auf dem Roten Planeten nachempfunden waren.
Alltag im Mars-Habitat
Die Crewmitglieder Ross Elder (Mission Commander), Ellen Ellis (Medical Officer), Matthew Montgomery (Science Officer) und James Spicer (Flight Engineer) lebten in einem 1.700 Quadratfuß großen, 3D-gedruckten Habitat. Sie bewältigten tägliche Aufgaben wie den Anbau von Pflanzen, die Verwaltung begrenzter Ressourcen und die Durchführung von Außenbordeinsätzen auf einer simulierten Marsoberfläche. Kommunikation mit der Außenwelt erfolgte mit einer Mars-typischen Verzögerung von bis zu 45 Minuten pro Richtung.
Die Mission diente dazu, Daten über die physische und psychische Gesundheit der Crew sowie deren Leistungsfähigkeit unter extremen Bedingungen zu sammeln. Diese Erkenntnisse sollen zukünftige Langzeitmissionen zum Mars unterstützen.
Nach der Mission: Auswertung und Rückkehr
Am 31. Oktober 2026 verließen die Crewmitglieder das Habitat. Nach der Rückkehr stehen zweiwöchige Nachbesprechungen und medizinische Untersuchungen auf dem Programm. Diese Auswertungen sollen Aufschluss darüber geben, wie sich Astronauten an die Anforderungen langer Weltraummissionen anpassen können.
Die gesammelten Daten werden unter anderem dazu genutzt, Strategien für die Gesundheitsversorgung, die Nahrungsmittelversorgung und die Kommunikation bei zukünftigen Marsmissionen zu entwickeln. Die Ergebnisse könnten auch für das Artemis-Programm der NASA relevant sein, das die Rückkehr von Menschen zum Mond bis 2026 vorsieht.
- Quelle: NASA