Bild: ESA
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Neue Solarpaneele erhöhen die Energieversorgung der ISS

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Die Internationale Raumstation ISS erhält seit 2021 eine deutliche Leistungssteigerung ihrer Energieversorgung durch den Einsatz von Roll Out Solar Arrays (IROSAs). Diese neuen Solarpaneele wurden entwickelt, um die Stromerzeugung der Station zu erhöhen und gleichzeitig Masse und Volumen beim Start zu reduzieren.

Technologie und Installation der IROSAs

Die IROSAs zeichnen sich durch eine kompakte Bauweise aus. Sie werden als Zylinder gestartet und entfalten sich nach der Installation wie eine Yogamatte. Dieses Design ermöglicht eine autonome Entfaltung, die Risiken während des Ausrollens minimiert. Die Technologie wurde erstmals 2017 auf der ISS getestet und hat sich seitdem bewährt.

Insgesamt wurden zwischen 2021 und 2023 sechs IROSAs an der ISS installiert. Im Jahr 2023 folgten zwei weitere Paneele, die mit der SpaceX CRS-35-Mission zur Station gebracht wurden. Die Installation erfolgte durch NASA-Astronauten bei Weltraumausstiegen, unterstützt vom Canadarm2-Roboterarm.

Leistungssteigerung und zukünftige Nutzung

Die acht IROSAs sind etwa halb so groß wie die bisherigen Solarpaneele der ISS, liefern jedoch eine zusätzliche Leistung von mehr als 160 Kilowatt. Damit erhöht sich die Gesamtleistung der Station deutlich, was sowohl für den Betrieb der Lebenserhaltungssysteme als auch für wissenschaftliche Experimente von Vorteil ist.

Die verbesserte Energieversorgung unterstützt nicht nur die aktuelle Nutzung der ISS, sondern auch zukünftige Technologien für die Erforschung des Weltraums. Die Station dient als Testumgebung für Missionen, die über den erdnahen Orbit hinausgehen, wie beispielsweise die Planetary Defense Demonstration Double Asteroid Redirection Test (DART) und bemannte Missionen in den tiefen Weltraum.

  • Quelle: NASA: Roll Out Solar Arrays Boost Space Station Power Supply