NASA plant neue Venus-Missionen nach Jahrzehnten der Pause

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Nach mehr als einer Generation ohne gezielte Erforschung der Venus bereitet die NASA zwei neue Missionen zum Nachbarplaneten vor. Die letzten direkten Untersuchungen der Venus-Oberfläche fanden in den 1980er Jahren statt.

DAVINCI und VERITAS: Zwei komplementäre Missionen

Die Mission DAVINCI (Deep Atmosphere Venus Investigation of Noble gases, Chemistry, and Imaging) soll im Dezember 2030 starten, ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Ein Landemodul wird mit Fallschirm durch die Venusatmosphäre sinken und dabei erstmals seit 1982 direkte Aufnahmen der Oberfläche liefern.

VERITAS (Venus Emissivity, Radio science, InSAR, Topography, And Spectroscopy) folgt im November 2032. Diese Mission wird die Venus aus dem Orbit mittels Radar kartieren. Beide Projekte ergänzen sich in ihrer wissenschaftlichen Zielsetzung.

Internationale Zusammenarbeit und private Initiativen

Die europäische Raumfahrtagentur ESA plant mit Envision einen weiteren Orbiter, dessen Start für 2032 vorgesehen ist. Das private Raumfahrtunternehmen Rocket Lab will bereits 2027 eine selbstfinanzierte Sonde zu den Wolken der Venus schicken, um nach organischen Materialien zu suchen.

Die Projekte standen zeitweise auf der Kippe. Budgetkürzungen gefährdeten eine US-Mission und verzögerten eine andere. Zudem musste die NASA ihre Beteiligung an der europäischen Envision-Mission reduzieren. Dennoch zeigen sich Wissenschaftler zuversichtlich, dass die geplanten Missionen nun realisiert werden können.