Spanien bringt Finanzierung für PAZ 2-Aufklärungssatelliten vor

Die spanische Regierung hat eine vorzeitige Auszahlung von 65,8 Millionen Euro für das PAZ 2-Satellitenprogramm genehmigt. Die Mittel stammen aus einem insgesamt eine Milliarde Euro umfassenden Kredit. Die Anpassung wurde am 3. September im Amtsblatt veröffentlicht.

Angepasster Finanzierungsplan

Durch die Maßnahme erhöht sich die für 2026 vorgesehene Summe von 179,8 Millionen auf 245,6 Millionen Euro. Gleichzeitig reduziert sich die Zuweisung für 2029 um denselben Betrag auf 206,3 Millionen Euro. Die ursprünglich geplanten Auszahlungen für 2027 (182,9 Millionen Euro) und 2028 (213 Millionen Euro) bleiben unverändert. Die verbleibenden 88 Millionen Euro werden zwischen 2030 und 2032 verteilt.

Der Satellitenbetreiber Hisdesat hatte den Antrag auf Vorverlegung der Mittel bereits am 15. April gestellt. Als Begründung nannte das Unternehmen zeitliche Differenzen zwischen den fälligen Zahlungen und dem ursprünglichen Finanzierungsplan, die zu Problemen bei der Liquiditätssteuerung führen würden.

Technische Details des PAZ 2-Programms

Das Programm umfasst den Bau von zwei Radarsatelliten mit synthetischer Apertur (SAR), die den seit 2018 aktiven PAZ-Satelliten ersetzen und erweitern sollen. Airbus Defence and Space wurde im Juli 2025 als Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Herstellung ausgewählt.

Die Satelliten werden Radarbilder mit einer Auflösung von besser als 25 Zentimetern liefern. Jeder Satellit kann täglich bis zu 6,7 Millionen Quadratkilometer abdecken. Die Kapazitäten stehen primär den spanischen Streitkräften zur Verfügung, finden aber auch in zivilen und kommerziellen Anwendungen Verwendung. Die Inbetriebnahme beider Satelliten ist für 2031 geplant.