MEGATRON-Simulation verbindet frühe Sterne mit heutigen Galaxien

Die MEGATRON-Simulation, die seit 2023 läuft und bis 2030 fortgesetzt wird, nutzt Daten des James Webb Space Telescope (JWST), um die Entstehung der ersten Sterne und Galaxien im Universum zu untersuchen. Diese Simulation kombiniert kosmologische Modelle mit detaillierten Analysen von Strahlung, Chemie und Galaxienbildung. Ziel ist es, die sogenannten Population-III-Sterne (POP III) zu erforschen, die aus reinem Wasserstoff und Helium bestanden und die ersten schwereren Elemente im Universum erzeugten.

Die Rolle der ersten Sterne

POP-III-Sterne waren die ersten Sterne im Universum und bestanden ausschließlich aus Wasserstoff und Helium. Durch ihre Kernfusion erzeugten sie schwerere Elemente wie Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Bei ihrem Tod als Supernovae verteilten sie diese Elemente im Kosmos, wodurch die Grundlage für spätere Sterne, Planeten und letztlich Leben geschaffen wurde. Martin Rey von der University of Bath erklärt: „Die Elemente, die unsere Welt und das Leben ermöglichen, wurden in Sternen geschmiedet. Um zu verstehen, woher diese Elemente stammen, müssen wir die Entstehung der ersten Sterne und ihre Umgebung untersuchen.“

Verbindung zwischen JWST-Daten und alten Sternen

Die ersten Ergebnisse von MEGATRON zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel von Sternlicht, Gas und neu entstandenen Elementen ist, um die Beobachtungen des JWST mit den chemischen Fingerabdrücken alter Sterne in der Milchstraße zu verbinden. Die Simulation verfolgt die Entwicklung einer jungen Galaxie, die sich zu einem System ähnlich der Milchweise entwickeln könnte. Dabei werden die Bewegung von Gas, die Ausbreitung von Sternlicht und die Veränderung chemischer Konzentrationen über Milliarden Jahre hinweg analysiert.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass einige kosmologische Modelle die Bedeutung von Sternenstrahlung und chemischen Veränderungen im Gas um Galaxien unterschätzen könnten. MEGATRON zeigt Strukturen im Gas, die in einfacheren Modellen nicht auftreten. Dies könnte die Vorhersagen für aktuelle und zukünftige astronomische Beobachtungen verbessern. Die Forscher planen, MEGATRON weiterhin zu nutzen, um die Verbindung zwischen astronomischen Beobachtungen und theoretischen Modellen zu stärken.