Ehemaliger NASA-Chef warnt vor chinesischen Mondplänen

Der frühere NASA-Administrator Bill Nelson äußert in einem kommenden Buch Bedenken über Chinas Raumfahrtambitionen. In „Space Odyssey“, das 2027 erscheint, beschreibt er die strategische Bedeutung der Raumfahrt im 21. Jahrhundert.

Geopolitische Spannungen im Weltraum

Nelson, der von 2021 bis 2025 die US-Raumfahrtbehörde leitete, sieht die USA in einem Wettlauf mit China um die Vorherrschaft im Weltraum. Der ehemalige Astronaut und Politiker verweist auf den Vorfall mit einem chinesischen Spionageballon 2023, bei dem NASA-Expertise zur sicheren Abschussplanung beitrug.

Der Autor interpretiert diesen Vorfall als Symptom einer größeren Rivalität. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Charlie Bolden unterstützte Nelson das Wolf Amendment, das die Zusammenarbeit zwischen NASA und chinesischen Raumfahrtprogrammen stark einschränkt.

Neue Dimension des Wettbewerbs

Nelson beschreibt den aktuellen Wettlauf um die Monderkundung als entscheidende Phase mit höheren Einsätzen als während des Kalten Krieges. Seiner Analyse zufolge konzentriert sich die Konkurrenz nicht mehr auf terrestrische Gebiete, sondern auf den Weltraum.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA wurde 1958 gegründet und verfügt über ein Jahresbudget von 25 Milliarden US-Dollar. Nelsons Buch beleuchtet vor allem seine Arbeit im Kongress und seine Zeit als NASA-Chef unter Präsident Biden.