Das Raumfahrtunternehmen Gravitics aus Marysville, Washington, bereitet einen Börsengang vor. Das Unternehmen, das orbitale Trägersysteme für staatliche und kommerzielle Kunden entwickelt, plant eine Fusion mit der Florida-basierten Shell-Firma Non-Invasive Monitoring Systems. Ziel ist es, an die Nasdaq-Börse zu gelangen und dabei bis zu 125 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von Aktien einzunehmen.
Details zur Transaktion
Die Vereinbarungen für den sogenannten Reverse Takeover wurden bereits seit Monaten diskutiert. Die Bedingungen für den Börsengang wurden im August bekannt gegeben. Eine kürzlich bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichte Anzeige enthüllte zudem eine bisher nicht gemeldete Finanzierungsrunde in Höhe von 17 Millionen US-Dollar, die Anfang dieses Jahres abgeschlossen wurde. Diese Einreichung ist Teil der Vorbereitungen für die Fusion.
Ein Reverse Takeover ermöglicht es einem privaten Unternehmen, schneller an die Börse zu gelangen, indem es eine weniger aktive Shell-Firma übernimmt und die Kontrolle über die kombinierten Operationen erhält. Non-Invasive Monitoring Systems hat 2019 die Produktion von motorisierten Therapieplattformen eingestellt, behielt jedoch seine Notierung im OTC-Markt bei. Das Ziel ist es, das fusionierte Unternehmen von OTC an die Nasdaq zu bringen.
Gravitics‘ bisherige Projekte und Verträge
Gravitics wurde 2021 von CEO Colin Doughan, Chefarchitekt Gary Hudson und Marketingchef Michael DeRosa gegründet. Das Unternehmen hat in den letzten fünf Jahren mehrere bedeutende Verträge für die Entwicklung und Herstellung von orbitalen Trägersystemen und Raumstationsmodulen erhalten.
Obwohl Gravitics bisher noch kein Raumfahrzeug in die Umlaufbahn gebracht hat, arbeitet das Unternehmen an mehreren Projekten. Im Jahr 2024 sicherte sich das Unternehmen einen Vertrag über 125 Millionen US-Dollar von Axiom Space, um ein druckbeaufschlagtes Modul für die noch nicht gestartete Raumstation von Axiom bereitzustellen. Im August kündigte die NASA an, Gravitics mit bis zu 225.000 US-Dollar zu unterstützen, um eine Hangaranlage für orbitale Frachtfahrzeuge zu entwickeln.
Darüber hinaus erhält Gravitics Mittel von der US Space Force für mehrere Projekte. Das Unternehmen gab im August bekannt, dass es von Lockheed Martin für einen „Vertrag von nationaler Bedeutung“ ausgewählt wurde, der Berichten zufolge die Entwicklung von orbitalen Trägersystemen für das Golden Dome-Raketenabwehrprogramm des Pentagon umfasst.
- Quelle: GeekWire
