Die südkoreanische Firma Satrec Initiative arbeitet gemeinsam mit ihrem Mutterkonzern Hanwha Systems an einem Projekt zur Bereitstellung hochauflösender Erdbeobachtungsdaten. Die optischen Satelliten sollen die bereits im Juli angekündigte SAR-Satellitenkonstellation von Hanwha ergänzen.
Technische Spezifikationen und Zeitplan
Satrec Initiative plant den Bau von vier optischen Satelliten, die Bilder mit einer Auflösung von etwa 10 Zentimetern liefern sollen. Diese sollen zusammen mit dem SAR-System von Hanwha operieren, das aus 64 Satelliten besteht und bis 2031 eine Wiederbesuchsfrequenz von 30 Minuten erreichen soll. Der erste optische Satellit SpaceEye-T mit 25-Zentimeter-Auflösung soll bereits 2025 starten.
Um die 10-Zentimeter-Auflösung zu erreichen, werden die Hanwha-Satelliten in sehr niedrigen Umlaufbahnen unter 400 Kilometer Höhe operieren. Aufgrund der erhöhten atmosphärischen Reibung und der Belastung durch atomaren Sauerstoff in diesen Höhen beginnt das Programm zunächst mit einem Testsatelliten in etwa 500 Kilometer Höhe, bevor die Orbitale schrittweise abgesenkt werden.
Marktentwicklungen und Anwendungen
Die Kombination aus ultrahochauflösenden SAR- und optischen Satellitendaten soll neue Möglichkeiten im Bereich „Satellite as a Service“ für Verteidigung und Nachrichtendienste eröffnen. Kunden erhalten zusätzlich Zugang zu KI-basierten Bildanalysen durch die Satrec-Tochter SI Analytics.
Der Markt für hochauflösende Erdbeobachtung entwickelt sich weiter: Airbus plant mit Pléiades Neo Next Satelliten ab 2028 eine 20-Zentimeter-Auflösung, während Vantor ähnliche Werte mit seiner Vantage-Konstellation anstrebt. ImageSat International gab am 8. September Pläne für 25-Zentimeter-Auflösung bekannt.
- Quelle: SpaceNews