NASA stellt die erste Raumfähre Enterprise vor

Am 17. September 1976, dem Verfassungstag im Rahmen der 200-Jahr-Feier der USA, präsentierte die NASA ihre erste Raumfähre, OV-101, der Öffentlichkeit. Die Zeremonie fand in der Palmdale-Einrichtung von Rockwell im Süden Kaliforniens statt. Ursprünglich sollte die Raumfähre den Namen „Constitution“ tragen, doch eine Briefkampagne von Star-Trek-Fans führte zu einer Namensänderung.

Einfluss von Star Trek auf die Namensgebung

Fast 100.000 Fans der Fernsehserie Star Trek schrieben an das Weiße Haus und forderten, die Raumfähre nach der fiktiven Raumschiff USS Enterprise aus der Serie zu benennen. Präsident Gerald Ford gab daraufhin in einem Memo die Anweisung, die Raumfähre „Enterprise“ zu taufen. Er erklärte, er sei „dem Namen gegenüber wohlwollend eingestellt“. Der Name Enterprise hat eine lange Tradition in der US-Marinegeschichte und wurde bereits für mehrere Schiffe verwendet, darunter den ersten atomgetriebenen Flugzeugträger.

An der Rollout-Zeremonie nahmen zahlreiche geladene Gäste teil, darunter Gene Roddenberry, der Schöpfer von Star Trek, sowie mehrere Darsteller der Serie. Unter den Anwesenden waren auch NASA-Administrator James C. Fletcher und Mitglieder des US-Kongresses.

Die Rolle der Enterprise im Space-Shuttle-Programm

Die Enterprise war zwar nicht für Weltraumflüge konzipiert, spielte jedoch eine entscheidende Rolle bei den atmosphärischen Testflügen. Diese Tests legten den Grundstein für die ersten Raumflüge des Space-Shuttle-Programms im Jahr 1981. Die Raumfähre wurde später außer Dienst gestellt und ist heute im Intrepid Museum in New York City ausgestellt.