USA bestätigen erstmals Stationierung von Waffen im Weltraum

Die Vereinigten Staaten haben erstmals offiziell eingeräumt, Waffensysteme im Weltraum stationiert zu haben. Diese Bestätigung erfolgte durch den US-Luftwaffensekretär Troy Meink während einer Konferenz der Air and Space Forces Association.

Details zu den Weltraumwaffen

Meink erklärte, die USA verfügten über „Waffen zur Weltraumkontrolle im Orbit, die in der Lage sind, die Joint Force gegen feindliche Aktionen zu verteidigen“. Konkrete Angaben zu Art, Funktionsweise oder Zielen der Waffensysteme machte er nicht. Die Stationierung erfolgte im Kontext wachsender Spannungen um militärische Aktivitäten im Weltraum.

Bereits vor zwei Jahren hatte die US-Regierung vor russischen Entwicklungen von Anti-Satellitenwarnungen gewarnt. Die Abhängigkeit kritischer Infrastruktur von Satellitenkommunikation macht solche Systeme zu einer potenziellen Bedrohung. Die USA selbst demonstrierten in der Vergangenheit Fähigkeiten zum Abschuss von Satelliten von der Erde aus.

Strategische Entwicklungen und internationale Reaktionen

Die Bekanntgabe fällt in eine Phase verstärkter militärischer Weltraumaktivitäten der USA. Unter der Trump-Administration wurde 2019 die Space Force als eigenständige Teilstreitkraft gegründet. Das „Golden Dome“-Programm sieht vor, Abfangsysteme im Weltraum zu stationieren. Die reinen Weltraumkomponenten dieses Projekts könnten laut Congressional Budget Office in den nächsten 20 Jahren bis zu 542 Milliarden US-Dollar kosten.

2024 meldete die Biden-Administration russische Entwicklungen einer nuklearen Weltraumwaffe, die Satelliten in ihrer Umgebung ausschalten könnte. Dies löste eine Debatte bei den Vereinten Nationen aus. Ein von den USA und Japan eingebrachter Resolutionsentwurf, der die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im Weltraum verurteilen sollte, wurde von Russland im April 2024 blockiert.

Russland seinerseits brachte einen Gegenentwurf ein, der ein vollständiges Waffenverbot im Weltraum forderte. Dieser scheiterte jedoch. Die russische Delegation warf den USA Doppelstandards vor und argumentierte, westliche Staaten planten selbst Waffenstationierungen im All.