Maverick Space Systems hat zehn Kommunikationssatelliten von Kepler Communications für die Motus Via Sol-Mission von Portal Space Systems gebucht. Der Start ist für Mitte 2028 mit einer Falcon 9 von SpaceX geplant. Die 400 kg schweren Satelliten gehören zur Tranche-2-Serie von Kepler.
Kapazitätsengpässe bei Raketenstarts
Die Buchung füllt den Großteil der verbleibenden Kapazitäten der Mission. Laut Vidur Kaushish, COO von Maverick, bleibt nur noch ein halber Topper-Slot frei. Der Markt befinde sich in einer Phase mit begrenzten Startmöglichkeiten, weshalb Missionen wie Motus Via Sol notwendig seien.
Portal Space Systems hatte erst vor einem Monat eine komplette Falcon 9 für die Mission erworben und Maverick mit der Integration der Nutzlast beauftragt. Im Gegensatz zu anderen Integratoren wie Exolaunch oder SEOPS, die ganze Raketen kaufen, setzt Maverick auf Partnerschaften mit Auftraggebern wie Portal.
Europäische Raumfahrtentwicklungen
Parallel dazu melden europäische Raumfahrtunternehmen Fortschritte: Isar Aerospace erreichte mit seiner Spectrum-Rakete erstmals den Orbit. Das deutsche Unternehmen ist damit der erste Teilnehmer der European Launcher Challenge, der dieses Ziel erreicht hat.
Zwei weitere europäische Start-up-Unternehmen, PLD Space aus Spanien und HyImpulse Technologies aus Deutschland, schlossen kürzlich Finanzierungsrunden ab. In den USA kündigte Stoke Space Technologies eine Kapitalerhöhung von 1 Milliarde US-Dollar an.
Ein weiteres Projekt kommt von Kuva Space: Das finnische Unternehmen demonstrierte mit hyperspektralen Satelliten die Erkennung illegaler Mohnfelder in Afghanistan. Die Genauigkeit lag bei 75%, wobei besonders die Reduzierung falsch positiver Ergebnisse als Erfolg gewertet wird.
- Quelle: Payload Space