NASA fördert Forschung zu Pflanzenanbau und Astronautengesundheit im All

Die NASA hat zwölf neue Forschungsprojekte ausgewählt, die die bemannte Raumfahrt unterstützen sollen. Sechs davon befassen sich mit der Nahrungsmittelproduktion im Weltraum, die weiteren sechs untersuchen gesundheitliche Auswirkungen der Raumfahrt auf Astronauten.

Pflanzenforschung für nachhaltige Lebensmittelversorgung

Die sechs Projekte zur Nahrungsmittelproduktion werden durch das Space-Crops-Programm der NASA gefördert. Ziel ist es, Pflanzen für die Lebenserhaltungssysteme bei Mond- und Marsmissionen zu nutzen. Vier Studien konzentrieren sich auf essbare Pflanzen und deren Wachstum, Physiologie sowie mikrobielle Gemeinschaften unter Weltraumbedingungen. Ein weiteres Projekt untersucht sogenannte „Wiederauferstehungspflanzen“, die extreme Trockenheit überleben können. Die letzte Studie analysiert Genfunktionen von Algen, deren DNA-Expression sich in der Schwerelosigkeit verändert.

Gesundheitsforschung für Langzeitmissionen

Die sechs gesundheitsbezogenen Projekte gehören zum Precision-Health-Programm der NASA. Ein Vorhaben erforscht die Auswirkungen von Mondstaub auf Atemwege, Immunsystem und Entzündungsreaktionen. Ein weiteres identifiziert Medikamente, die gesundheitliche Folgen der Raumfahrt mildern können. Zwei Studien befassen sich mit kombinierten Effekten von Strahlung und anderen Stressfaktoren auf altersbedingte Veränderungen von Organen. Zwei weitere Projekte untersuchen molekulare und zelluläre Veränderungen durch Weltraumbedingungen.

Die Forschungsarbeiten sollen Methoden zur Risikominderung entwickeln und Frühwarnsysteme für Gesundheitsgefahren etablieren. Die beteiligten Wissenschaftler stammen von zehn Institutionen in acht US-Bundesstaaten. Neun der geförderten Forscher erhalten erstmals Mittel aus dem Space-Biology-Programm. Die Gesamtfördersumme beläuft sich auf über sieben Millionen US-Dollar, die zwischen 2026 und 2030 ausgezahlt werden.