Bild: Isar Aerospace
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Bestand des Iberischen Luchses erholt sich deutlich

Die Population des Iberischen Luchses hat sich von einem kritischen Tiefstand im Jahr 2002 deutlich erholt. Während damals nur noch 94 Exemplare in zwei isolierten Gebieten Andalusiens lebten, verzeichnete der Zensus für 2025 bereits 2.663 Tiere in 26 Verbreitungsgebieten.

Von der Randexistenz zur Erholung

Im Jahr 2002 dokumentierten Forscher lediglich 54 Luchse im Gebiet Andújar in der Sierra Morena und 40 im Nationalpark Doñana. Die gesamte Population bestand aus nur 27 fortpflanzungsfähigen Weibchen. Diese extrem kleine und fragmentierte Population machte die Art anfällig für Krankheiten, Umweltkatastrophen und genetische Probleme durch Inzucht.

Die jüngsten Daten zeigen eine deutliche Trendwende. Der gemeinsame spanisch-portugiesische Zensus für 2025 registrierte 2.269 Luchse in Spanien und 394 in Portugal. Besonders bemerkenswert ist die Zahl von 542 territorialen Weibchen, die den Fortbestand der Art sichern. Mehr als ein Drittel der gezählten Tiere (952) waren Jungtiere aus dem Jahr 2025.

Gezielte Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung

Seit 2011 wurden 424 in Gefangenschaft gezüchtete Luchse ausgewildert, um neue Populationen zu etablieren. Die Tiere besiedeln mittlerweile Gebiete in Castilla-La Mancha, Extremadura und Portugals Guadiana-Tal. Allein in Castilla-La Mancha leben heute 1.051 Luchse.

Trotz der Erfolge bleiben Herausforderungen bestehen. Im Jahr 2025 wurden 273 Todesfälle registriert, davon 212 durch Verkehrsunfälle. Die IUCN stuft die Art weiterhin als „gefährdet“ ein. Die Ausweitung der Population führt zwangsläufig zu mehr Konflikten mit Infrastruktur.

Die Entwicklung zeigt, dass gezielte Artenschutzprogramme Wirkung zeigen können. Allerdings erfordert der langfristige Erfolg weiterhin aktives Management der Lebensräume und Schutzmaßnahmen gegen die Hauptgefährdungsursachen.