Der Blick aus dem All: Ein NASA-Astronaut erlebte die Anschläge vom 11. September 2001 aus dem Weltraum

Am 11. September 2001 erschütterten die terroristischen Anschläge auf die Vereinigten Staaten die Welt. Vier entführte Flugzeuge trafen das World Trade Center in New York, das Pentagon in Virginia und ein Feld in Pennsylvania. Fast 3.000 Menschen verloren ihr Leben. Während die Ereignisse auf der Erde Chaos und Entsetzen auslösten, bot sich einem NASA-Astronauten ein einzigartiger und zugleich erschütternder Blick auf die Tragödie.

Frank Culbertson: Der einzige Amerikaner im All

Frank Culbertson, Kommandant der Expedition 3 auf der Internationalen Raumstation (ISS), war der einzige Amerikaner, der sich zum Zeitpunkt der Anschläge nicht auf der Erde befand. Als er von den Ereignissen erfuhr, versuchte er, einen Blick auf New York City zu erhaschen. Als die ISS über Ground Zero flog, sah er eine dichte Rauchsäule über Manhattan. In einem Brief beschrieb er die Szenerie als „schrecklich“ und erwähnte, dass die Rauchwolke eine seltsame Ausbreitung an der Basis hatte, was vermutlich auf den Einsturz des zweiten Turms zurückzuführen war.

Culbertson und seine Crewkollegen beobachteten auch eine Dunstschicht über Washington, konnten jedoch keine genaue Quelle dafür ausmachen. In den folgenden Stunden erhielt er weitere Nachrichten von der Erde, darunter die traurige Information, dass ein Klassenkamerad aus seiner Zeit an der US Naval Academy, Charles „Chic“ Burlingame, der Pilot des Flugzeugs war, das in das Pentagon gestürzt war. Culbertson vermutete, dass Burlingame bis zum Ende tapfer gekämpft hatte, um möglicherweise einen Angriff auf das Weiße Haus zu verhindern.

Reflexionen aus dem Orbit

In einem offenen Brief, den Culbertson am Tag nach den Anschlägen veröffentlichte, reflektierte er über seine einzigartige Situation. Er beschrieb das Gefühl, der einzige Amerikaner zu sein, der sich während dieser Krise nicht auf der Erde befand. „Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, der einzige Amerikaner zu sein, der komplett vom Planeten entfernt ist in einer solchen Zeit“, schrieb er. Er drückte seine Trauer und sein Mitgefühl aus und betonte, dass viele Dinge, einschließlich der Raumfahrt, nie wieder dieselben sein würden.

Trotz der Tragödie fand Culbertson auch tröstende Worte. Er betonte, dass New York City aus dem Weltraum immer noch schön aussehe und dass das Land stark bleibe. Seine Beobachtungen und Reflexionen bieten einen einzigartigen Blickwinkel auf eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte.

  • Quelle: https://starlust.org/25-years-of-9-11-attacks-when-a-nasa-astronaut-experienced-the-horror-as-the-only-american-in-space/