Die britische Mars-Sonde Beagle 2 erreichte am 25. Dezember 2003 die Marsoberfläche, konnte jedoch keine Signale zur Erde senden. Elf Jahre später bestätigten Aufnahmen des Mars Reconnaissance Orbiters, dass die Landung in der Region Isidis Planitia gelungen war. Die Sonde hatte teilweise ihre Solarpaneele entfaltet, was vermutlich die Antenne blockierte.
Das Schweigen nach der Landung
Beagle 2 trennte sich am 19. Dezember 2003 von der ESA-Raumsonde Mars Express. Die geplante Kommunikation nach der Landung blieb aus. Weder Mars Express noch NASAs Mars Odyssey empfingen Signale. Die HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiters identifizierte 2014 ein kleines, reflektierendes Objekt in der erwarteten Landezone. Analysen bestätigten 2015, dass es sich um Beagle 2 handelte.
Die Bilder zeigten, dass mindestens eines der vier Solarpaneele nicht vollständig entfaltet war. Da sich die Antenne unter den Paneelen befand, verhinderte dies vermutlich die Kommunikation. Spätere Modellrechnungen der Universität Leicester deuteten darauf hin, dass möglicherweise drei oder alle vier Paneele geöffnet waren. Die genaue Konfiguration bleibt unklar.
Wissenschaftliche Instrumente ohne Daten
Beagle 2 war mit Kameras, Spektrometern und einem Gasanalysesystem ausgestattet. Die Instrumente sollten die Chemie und Mineralogie des Landegebiets untersuchen sowie nach Hinweisen auf Leben suchen. Obwohl die Landung erfolgreich war, konnten keine wissenschaftlichen Daten übertragen werden.
Die Entdeckung des Landers klärte zwar sein Schicksal, machte die Mission aber nicht zum operativen Erfolg. Die geplanten Oberflächenuntersuchungen blieben unvollständig. Die genaue Ursache für das Scheitern der Kommunikation ist weiterhin nicht abschließend geklärt.
- Quelle: ESA-Announcement Januar 2015
- Quelle: Royal Society Open Science 2017
- Quelle: University of Leicester 2023
