NASA setzt auf Kernenergie für zukünftige Raumfahrtmissionen

Der NASA-Administrator Jared Isaacman hat während seiner „Inspiration Tour“ durch die Vereinigten Staaten die Bedeutung von Kernenergie für die zukünftige Raumfahrt hervorgehoben. Bei einem Besuch bei Rocketdyne in Redmond, Washington, betonte er, dass nukleare Antriebssysteme entscheidend sein werden, um die Erforschung des Sonnensystems voranzutreiben.

Marsmission SR-1 Freedom als Wegbereiter

Ein zentrales Projekt für die nuklearen Ambitionen der NASA ist die Marsmission SR-1 Freedom, deren Start für das Jahr 2028 geplant ist. Die Sonde wird mit einem Kernreaktor und einem nuklearen elektrischen Antriebssystem ausgestattet sein. Rocketdyne entwickelt in Redmond die Triebwerke für dieses System, darunter ein 12-Kilowatt-Hall-Triebwerk, das als Antriebselement für die SR-1 Freedom dienen soll.

Isaacmans Besuch bei Rocketdyne ist Teil einer landesweiten Tour, die darauf abzielt, die Zusammenarbeit zwischen der NASA und ihren Partnern zu stärken. Bereits im August hatte er das Idaho National Laboratory besucht, das eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung des 20-Kilowatt-Reaktors für die Marsmission spielt.

Kernenergie für Mondbasis und Artemis-Programm

Die NASA plant zudem, bis 2030 einen Kernreaktor auf der Mondoberfläche zu installieren, um ihre Mondbasis-Initiative voranzutreiben. Rocketdyne zeigt Interesse daran, sich an diesem Programm zu beteiligen, insbesondere durch Investitionen in die Energieumwandlung und das Design von Strommanagement- und Verteilungssystemen.

Rocketdyne ist auch ein wichtiger Partner im Artemis-Programm der NASA, das die Rückkehr von Menschen zum Mond zum Ziel hat. Das Unternehmen stellt 21 Triebwerke für das Orion-Raumschiff bereit, die sowohl im Crew-Modul als auch im Service-Modul verbaut sind. Darüber hinaus leitet Rocketdyne die Neugestaltung des Orion-Haupttriebwerks für Missionen ab Artemis 7.

Isaacman betonte, dass das Artemis-Programm aufgrund des geopolitischen Wettbewerbs eine hohe Priorität hat. Die NASA plant eine bemannte Mondlandung Anfang 2028, gefolgt von den ersten Arbeiten an einer dauerhaften Basis in der Nähe des Südpols des Mondes. „Wir können uns keine Verzögerungen leisten“, sagte Isaacman. „Es gibt nur begrenzt geeignete Standorte am Mond-Südpol, und wir wollen sicherstellen, dass wir dort unsere Basis errichten können.“

Die Zusammenarbeit mit kommerziellen Partnern wie Rocketdyne ist für die NASA entscheidend, um ihre ambitionierten Ziele zu erreichen. Isaacman lobte die Beiträge der Industrie in Washington und betonte, dass die Raumfahrtanstrengungen des Landes auf das Talent und die Ressourcen aus dem gesamten Land angewiesen sind.

  • Quelle: https://www.geekwire.com/2026/nasa-jared-isaacman-nuclear-inspiration-tour-northwest-space/