Landeregion für NASA-Mission Dragonfly auf Titan benannt

Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat die Bezeichnung „Ahmakiq Undae“ für das geplante Landegebiet der NASA-Mission Dragonfly auf dem Saturnmond Titan genehmigt. Das 800 Kilometer große Dünengebiet liegt in der äquatorialen Zone des Mondes.

Namensherkunft und Bedeutung

Der Name folgt den IAU-Konventionen für Dünenfelder, die nach mythologischen Windgottheiten benannt werden. „Ahmakiq“ entstammt der Maya-Tradition und bezeichnet einen Geist, der schädliche Winde abwehrt. „Undae“ ist der lateinische Begriff für Dünen. Zusammengesetzt bedeutet der Name etwa „die den Wind einschließt“.

Titan weist als einziger Himmelskörper neben der Erde stabile Flüssigkeitskörper auf seiner Oberfläche auf. Allerdings bestehen diese aus Kohlenwasserstoffen wie Methan und Ethan statt Wasser. Die Dünen in Ahmakiq Undae ähneln irdischen Sanddünen, bestehen jedoch aus anderen Materialien.

Wissenschaftliche Ziele der Dragonfly-Mission

Die Dragonfly-Mission ist Teil des New Frontiers-Programms der NASA. Ein Team unter Leitung des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory entwickelt derzeit den rotorgetriebenen Lander in Maryland. Die elektrische Verkabelung mit über 5.000 Metern Kabeln und 374 Steckverbindern wurde kürzlich installiert.

Der Start ist für Sommer 2028 geplant, die Ankunft bei Titan für Ende 2034. Die Primärmission soll 3,3 Jahre dauern. Wissenschaftler erhoffen sich von der Untersuchung der Dünenregion Erkenntnisse über chemische Prozesse, die möglicherweise zu Lebensformen führen können. Die Grenzregion zum 80 Kilometer großen Selk-Krater steht dabei im Fokus, da Einschlagablagerungen vermutet werden.

  • Quelle: https://starlust.org/astronomers-just-named-the-landing-site-for-nas-as-dragonfly-spacecraft-on-saturns-moon-titan/