Wissenschaftler des Indian Institute of Science (IISc) in Bengaluru haben ein Konzept für ein extraterrestrisches Habitat vorgestellt. Das als Bhartiya Extraterrestrial Expandable Modular Habitat (BHEEM) bezeichnete System soll Astronauten auf dem Mond und Mars Schutz bieten.
Design und Aufbau des Habitats
Das Habitat basiert auf einem modularen Panelsystem. Die Forscher schlagen drei Grundformen vor: Quadrate, Fünfecke und Dreiecke. Diese werden mit sieben verschiedenen Verbindungselementen kombiniert. Die etwa 0,2 Meter dicken Paneele sollen Schutz vor Strahlung, Mikrometeoriten und extremen Temperaturen bieten.
Im vollständig aufgebauten Zustand würde BHEEM ein Volumen von etwa 2.130 Kubikmetern bereitstellen – etwa doppelt so viel wie die Internationale Raumstation. Acht Wohnbereiche könnten bis zu 16 Astronauten für Missionen von über sechs Monaten beherbergen.
Stufenweiser Aufbau und technische Herausforderungen
Der Aufbau ist in vier Phasen geplant. Zuerst soll ein zentrales Modul mit Kommunikationseinrichtungen entstehen, das fünf Astronauten unterstützt. In weiteren Schritten kommen Wohnbereiche, Lagerräume sowie medizinische und wissenschaftliche Einrichtungen hinzu.
Die modulare Bauweise ermöglicht unabhängige Lebenserhaltungssysteme in jedem Segment. Module können durch Schleusensysteme getrennt werden, was Wartungsarbeiten ohne Beeinträchtigung des gesamten Habitats erlaubt.
Als Transportmittel für die Paneele wird die Starship-Rakete von SpaceX in Betracht gezogen. Andere Komponenten wie Verbindungselemente würden separate Starts erfordern.
Die Forscher sehen noch mehrere Herausforderungen. Dazu gehören Materialtests, Dichtheitssicherung, Prototypenentwicklung und der Bau unterirdischer Schutzräume für extreme Wetterbedingungen.
- Quelle: Starlust.org
