Das US-amerikanische Unternehmen Juno Propulsion hat vom National Science Foundation (NSF) einen Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Dollar erhalten. Die Förderung unterstützt die Entwicklung eines ungiftigen Antriebssystems für den Einsatz im Weltraum. Das Projekt wird über das Small Business Innovation Research (SBIR)-Programm des NSF finanziert und läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Technologieentwicklung in Zusammenarbeit mit der University of Washington
Die Phase II des Projekts wird in Kooperation mit der University of Washington und dem Labor von Professor Carl Knowlen durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Production Development Unit (PDU) von Juno Propulsion. Diese nutzt die Technologie des Rotating Detonation Rocket Engine (RDRE), die eine effiziente Antriebsleistung mit ungiftigen Treibstoffen kombiniert.
Ziel ist es, das System auf das Technology Readiness Level (TRL) 8 zu bringen, was einem nahezu produktionsreifen Status entspricht. Dies würde es ermöglichen, Raumfahrzeuge weiter und schneller zu manövrieren, während gleichzeitig die Probleme herkömmlicher toxischer Treibstoffe reduziert werden.
Zukünftige Projekte und Finanzierung
Neben der Arbeit an der PDU bereitet sich Juno Propulsion auf das Projekt IRIS vor, eine Demonstration der Antriebstechnologie im Orbit. Diese soll 2027 auf der Vigoride 8-Plattform von Momentus durchgeführt werden. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen die Entwicklung der PDU weiter vorantreiben.
Das Unternehmen wurde 2023 von CEO Alexis Harroun und CTO Ari Martinez gegründet, die beide ihren Doktortitel an der Purdue University erworben haben. Im Juni 2026 schloss Juno Propulsion eine Vorfinanzierungsrunde in Höhe von 1,4 Millionen Dollar ab, an der Investoren wie SOSV, Hypernova Fund und Safar Partners beteiligt waren.
- Quelle: GeekWire
