Kanadische Unternehmen kooperieren bei Weltraumüberwachung

Kanadische Unternehmen verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich der Weltraumüberwachung. NorthStar Earth & Space aus Montreal wird Sensoren zur Raumlageerfassung (SDA) auf den Satelliten von Kepler Communications aus Toronto integrieren. Ziel der Partnerschaft ist es, die Nachfrage nach Echtzeitdaten zur Überwachung des Weltraums zu bedienen.

Kanadische Initiativen im Bereich SDA

NorthStar Earth & Space hat im Juli einen Vertrag im Wert von über 40 Millionen kanadischen Dollar (etwa 29 Millionen US-Dollar) mit der Royal Canadian Air Force abgeschlossen. Dieser Vertrag umfasst die Bereitstellung von SDA-Diensten für die 3 Canadian Space Division, das kanadische Äquivalent zur US Space Force. Kanada betont die Notwendigkeit, die Fähigkeit zur unabhängigen Überwachung und zum Schutz seiner Orbitalassets aufrechtzuerhalten.

NorthStar plant, im nächsten Quartal über eine SPAC-Transaktion an die Börse zu gehen. Das Unternehmen nutzt optische Satellitensensoren sowie RF- und Bodenradarbeobachtungen von Drittanbietern, um seine SDA-Dienste anzubieten.

Internationale Zusammenarbeit und technologische Entwicklungen

Trotz angespannter Handelsbeziehungen zwischen den USA und Kanada bleibt der Weltraum ein Bereich der Zusammenarbeit. LeoLabs, ein Unternehmen, das Radartechnologie für die Weltraumüberwachung einsetzt, hat einen neuen Vertrag mit der US Space Force erhalten. Dieser Vertrag sieht die Demonstration von SDA-Technologien für nationale Sicherheitsmissionen vor.

Parallel dazu entwickelt Beyond Reach Labs ein patentiertes System zur Entfaltung von Solarpaneelen, das während des Starts flach gefaltet bleibt. Diese Innovation soll die Effizienz von Satellitenmissionen erhöhen.

Ein weiteres Beispiel für technologische Fortschritte ist Disksat, eine neue Satellitenkonfiguration von The Aerospace Corporation. Diese box-lose Bauweise gewinnt zunehmend an kommerzieller Bedeutung.

Die zunehmende Anzahl von Satelliten und Weltrauminfrastruktur führt zu einem höheren Risiko durch Sonnenstürme. Laut einem Bericht von Mission Space werden die wirtschaftlichen Verluste durch Sonnenstürme bis 2035 auf 44,27 Milliarden US-Dollar pro Jahr ansteigen. Dies ist nicht auf eine höhere Sonnenaktivität zurückzuführen, sondern auf die größere Anzahl von gefährdeten Objekten im Orbit.