Blue Origin hat mit dem weltweiten Aufbau seines Quartz-Bodenstationsnetzwerks begonnen. Die ersten drei Stationen in Bermuda, Neuseeland und Australien sind bereits installiert und erfolgreich getestet worden. Bis Jahresende sollen insgesamt neun Standorte in Betrieb gehen.
Technische Spezifikationen und Sicherheitsarchitektur
Die Bodenstationen der ersten Ausbaustufe verfügen über 3,7-Meter-Antennen, die S-Band- und X-Band-Frequenzen für Operationen im niedrigen Erdorbit (LEO) unterstützen. Ein zentrales Network Operations Center überwacht kontinuierlich alle Standorte. Das System wurde mit Fokus auf Sicherheit entwickelt und bietet Radiometrie, Signalaufklärung sowie Weltraumlageerfassung.
Laut Tory Bruno, Präsident für Nationale Sicherheit bei Blue Origin, adressiert Quartz die bisherigen Probleme fragmentierter Infrastruktur, begrenzter Kontaktfenster und intransparenter Preismodelle. Das Netzwerk biete eine einheitliche Schnittstelle, ein Betriebsteam und klare Preisstrukturen.
Partnerschaften und weitere Ausbaupläne
Für den beschleunigten Ausbau kooperiert Blue Origin mit RBC Signals, einem Anbieter von Raumfahrtkommunikationslösungen. Das Unternehmen unterstützt bei Standortanalysen, Antennenbeschaffung und Installation.
Bis Ende 2024 sollen weitere Stationen mit 9-Meter-Antennen hinzukommen, die zusätzlich L-Band- und Ka-Band-Frequenzen unterstützen. Diese erweiterten Kapazitäten ermöglichen dann auch Missionen in geostationären Umlaufbahnen (GEO), Transferbahnen (GTO) sowie im cislunaren Raum.
- Quelle: Blue Origin Pressemitteilung