Astranis stellt Überwachungssatelliten für den geostationären Orbit vor

Das Raumfahrtunternehmen Astranis hat ein neues Satellitensystem namens Perceptor entwickelt, das speziell für die Überwachung und Manövrierfähigkeit im geostationären Orbit (GEO) ausgelegt ist. Die Ankündigung erfolgte drei Monate nach einer Finanzierungsrunde in Höhe von 450 Millionen US-Dollar.

Technische Merkmale des Perceptor-Systems

Perceptor basiert auf der bereits im Einsatz befindlichen MicroGEO-Plattform von Astranis, die seit 2023 für Kommunikationsmissionen genutzt wird. Das neue System wird mit zusätzlicher Hardware ausgestattet, darunter Sensoren zur Beobachtung anderer Satelliten und elektrische Antriebe für Positionsänderungen. Mehrere Perceptor-Satelliten können gemeinsam operieren, um Objekte aus verschiedenen Blickwinkeln zu überwachen.

Die MicroGEO-Satelliten wiegen einige hundert Kilogramm und sind damit deutlich leichter als herkömmliche GEO-Kommunikationssatelliten. Die bestehende Plattform ermöglicht eine schnelle Skalierbarkeit der Produktion.

Strategische Bedeutung für militärische und kommerzielle Anwendungen

Die Entwicklung von Perceptor erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender militärischer Aktivitäten im GEO. Die U.S. Space Force hat Astranis als einen von 14 Anbietern für das Andromeda-Programm ausgewählt, das eine neue Generation von Überwachungssatelliten vorsieht.

Laut John Gedmark, Mitgründer und CEO von Astranis, handelt es sich bei Perceptor um eine dual-use-Technologie für staatliche und kommerzielle Überwachungsmissionen. Das System soll bestehende Lücken in der Raumlageerfassung schließen, die insbesondere für militärische Kommunikations- und Frühwarnsatelliten relevant sind.