Space Kinetic erhält 50 Millionen US-Dollar für Raummanövrierfähigkeit

Das Unternehmen Space Kinetic hat einen Auftrag der US Space Force in Höhe von 50 Millionen US-Dollar erhalten, um sein System Whirlwind zu entwickeln. Dieses System soll die Manövrierfähigkeit und Einsatzbereitschaft im Weltraum verbessern. Es handelt sich um den bisher größten Auftrag für das Unternehmen, das 2025 eine Seed-Finanzierung in Höhe von 12 Millionen US-Dollar erhalten hatte.

Das Whirlwind-System

Whirlwind ermöglicht es, kleine, robuste Mikrosatelliten von einem Mutterschiff aus mit hoher Geschwindigkeit auszusetzen, ohne dass Triebwerke zum Einsatz kommen. Die Mikrosatelliten verfügen über eigene Antriebs- und Kommunikationssysteme, aber Whirlwind liefert den Großteil der anfänglichen Delta-V elektromechanisch. Dies umgeht die Raketengleichung und reduziert die Komplexität.

Ryan Sullivan, Mitgründer und CEO von Space Kinetic, vergleicht das System mit einer Schleuder im Weltraum. Das Unternehmen hat jahrelang mit Regierungspartnern zusammengearbeitet, um die Physik des Systems zu bestätigen, bevor die Hardware weiterentwickelt wurde.

Wirtschaftlichkeit und Einsatzmöglichkeiten

Space Kinetic verfolgt das Ziel, die Wirtschaftlichkeit von Drohnen auf den Weltraum zu übertragen. Dies bedeutet, dass Nutzlasten kostengünstig, schnell einsatzbereit und gegebenenfalls auch entbehrlich sein müssen. Durch die Entkopplung der Nutzlast vom Raumfahrzeug soll die Manövrierlast von den Nutzlasten auf das Mutterschiff verlagert werden, um Masse, Kosten und Komplexität zu minimieren.

Whirlwind ist sowohl regimes- als auch nutzlastunabhängig. Das Unternehmen sieht duale Einsatzmöglichkeiten, darunter auch die asymmetrische raumgestützte Raketenabwehr. Im November erhielt Space Kinetic einen mehrjährigen Vertrag von DARPA, um seine Architektur für diese Zwecke zu beschleunigen.

Space Kinetic hat noch keinen Zeitplan für die Tests von Whirlwind im Orbit bekannt gegeben. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf die Weiterentwicklung der Technologie und Gespräche mit Partnern zur Integration. Das Unternehmen baut derzeit sein Team aus und unterhält Standorte in El Segundo und New Mexico, einschließlich eines Prototypenlabors in Albuquerque und einer Partnerschaft mit dem Los Alamos National Laboratory.