Die unsichtbare Mehrheit des Universums

Nur etwa 5% des Universums besteht aus bekannter Materie – alles, was wir sehen oder berühren können. Die restlichen 95% setzen sich aus Dunkler Materie (27%) und Dunkler Energie (68%) zusammen. Diese Zusammensetzung basiert auf Messungen der kosmischen Hintergrundstrahlung und anderen astrophysikalischen Beobachtungen.

Die Zusammensetzung des Universums

Die sichtbare Materie, auch baryonische Materie genannt, umfasst Atome, Sterne, Planeten und interstellare Gase. Sie macht lediglich 5% der gesamten Masse-Energie-Dichte des Universums aus. Dunkle Materie (27%) macht sich nur durch ihre Gravitationswirkung bemerkbar, während Dunkle Energie (68%) für die beschleunigte Expansion des Universums verantwortlich ist.

Die NASA gibt diese Werte als aktuellen Stand der Forschung an. Die Zahlen basieren auf dem Lambda-CDM-Modell, das Beobachtungsdaten aus verschiedenen Quellen kombiniert, darunter die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung und die Verteilung von Galaxienhaufen.

Nachweismethoden und offene Fragen

Dunkle Materie wurde erstmals durch Beobachtungen von Galaxienrotationen postuliert. Sterne in den äußeren Bereichen von Galaxien bewegen sich schneller, als es die sichtbare Materie allein erklären kann. Gravitationslinsen-Effekte liefern weitere Hinweise, indem sie die Verteilung unsichtbarer Masse kartieren.

Dunkle Energie wurde durch Beobachtungen von Typ-Ia-Supernovae entdeckt, die eine beschleunigte Expansion des Universums belegen. Trotz zahlreicher Experimente bleibt die physikalische Natur beider Phänomene ungeklärt. Verschiedene Theorien werden untersucht, darunter neue Elementarteilchen oder Modifikationen der Gravitationstheorie.

  • NASA: Aktuelle kosmologische Modelle
  • Planck-Kollaboration: Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung
  • Supernova Cosmology Project: Belege für beschleunigte Expansion